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Migration und Integration in Deutschland

So, wie wir mit den Minderheiten umgehen, die bei uns leben, so erwarten wir auch, dass Titularnationen mit den deutschen Minderheiten umgehen.

Angela Merkel, Aussiedler- und Minderheitenpolitik in Deutschland, 2008

Erschienen

Interkultureller Kalender 2011

Pünktlich zum Jahreswechsel haben Berlin und Bremen ihre interkulturellen Kalender für das Jahr 2011 vorgestellt. In einer Jahresübersicht bietet er Auskunft, auf welche Termine die unterschiedlichen religiösen und weltlichen Feste, Feier- und Gedenktage im kommenden Jahr fallen.

Günter Piening, Berliner Integrationsbeauftragter, spricht über den interkulturellen Kalender von einer ganz praktischen Hilfestellung für interkulturelle Kompetenz im Alltag. Das schätzten nicht nur Unternehmen mit internationaler Belegschaft sondern alle Einrichtungen, die wüssten, wie wichtig Respekt und gegenseitige Wertschätzung in einer Einwanderungsgesellschaft seien.

„Natürlich käme niemand auf die Idee, Weihnachten oder Ostern zu einem Elternabend einzuladen. Gesetzliche Feiertage stehen in jedem herkömmlichen Kalender. Bei jüdischen oder muslimischen Feiertagen ist die Sensibilität oft nicht so ausgeprägt. Meist ist es einfach Gedankenlosigkeit, wenn übersehen wird, dass der Termin für die Mitarbeiterbesprechung oder das Betriebsfest auf einen Tag gelegt wird, der für einen Teil der Belegschaft ein wichtiger Festtag ist“, so Piening.

Die Interkulturellen Kalender 2011 sind erhältlich beim Beauftragten des Senats für Integration und Migration, Potsdamer Straße 65, 10785 Berlin Telefon: (030) 9017 – 2357 oder beim Referat für Zuwandererangelegenheiten und Integrationspolitik; Bahnhofsplatz 29, 28195 Bremen, Telefon: (0421) 361-96008. Die interkulturellen Kalender 2011 stehen auch zum Download bereit: Berlin, Bremen.

Ein Blick auf den interkulturellen Kalender helfe bei der Planung. Und ebenso würden Kollegen, Nachbarn und Bekannte es als freundliche Geste schätzen, wenn sie zu „ihren“ Feiertagen Glückwünsche erhalten.

„Der Interkulturelle Kalender zeigt, dass nicht nur Christentum, Judentum und Islam selbstverständlich zu Deutschland gehören, sondern dass in einer Einwanderungsgesellschaft natürlich noch viele andere religiöse oder säkulare Fest- und Gedenktage das Leben der Menschen bestimmen. Wie groß das Interesse an solchen Informationen ist, beweisen Tausende von Bestellungen jedes Jahr für den Kalender. Multikulti ist nicht tot, Multikulti ist nach wie vor ein Renner“, so der Berliner Integrationsbeauftragte. (eb)

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