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Migration und Integration in Deutschland

Wir haben unsere Behörden über Jahrzehnte in eine Abschottungskultur hineinentwickelt. Man hat gesagt: Haltet uns die Leute vom Hals, die wollen alle nur in unsere Sozialsysteme einwandern. Jetzt müssen wir deutlich machen, dass wir Fachkräfte brauchen, dass wir um sie werben müssen.

Peter Clever, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, April 2013

Jungautorin

Merve Durmuş

Merve, die neue MiGMACHERIN, liest gerne Kafka, studiert Deutsche Literatur und unterrichtet nebenbei Deutsch in zwei Nachhilfevereinen in Kreuzberg.

VONMerve Durmuş

DATUM11. Oktober 2010

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DANKE,
ich möchte MiGAZIN auch in Zukunft lesen!

Ich bin Merve, bin 1987 in Hamburg geboren und lebe in Berlin. Zurzeit schreibe ich meinen Bachelor in Deutscher Literatur. Nebenbei unterrichte ich seit Beginn meines Studiums Deutsch in zwei Nachhilfevereinen in Kreuzberg.

In meiner Freizeit lese ich sehr gern, besonders Kafka. Er hat eine Schreibweise, die viel Raum zwischen den Zeilen lässt und so ergibt sich aus jeder Perspektive ein anderes Bild. Eine kleine Kostprobe: „Denn wir sind wie Baumstämme im Schnee. Scheinbar liegen sie glatt auf, und mit kleinem Anstoß sollte man sie wegschieben können. Nein, das kann man nicht, denn sie sind fest mit dem Boden verbunden. Aber sieh, sogar das ist nur scheinbar.“

Andere Länder und Kulturen würde ich gern viel öfter erkunden als ich es tue. Die Kulturelle Vielfalt ist es auch, die mich an Berlin begeistert und hier hält. Es freut mich, dass das MiGAZIN dieser Vielfalt in Deutschland eine Plattform bietet.

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6 Kommentare
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  1. Hallo Frau Durmus,

    wir gehören zwar unterschiedlichen Generationen an, aber ich freue mich sehr darüber, dass Sie sich zu Ihrer Kafka-Lese-Leidenschaft bekennen. Als ich 1975 Abitur machte, hatte jede(r) von uns für die mündliche Prüfung in Deutsch das Werk eines deutschsprachigen Dichters „drauf zu haben“. Für mich war völlig klar: Franz Kafka. Gefragt wurde ich dann nach der Bedeutung des Zitats vom „Schacht zu Babel“. Mir war diese Wort-Kombination zwar nicht bekannt und ich konnte sie keinem Werk zuordnen, aber die Deutung fiel mir – Gott sei Dank – nicht schwer. Wann immer in den Medien etwas über diesen einsam emsigen Lebens(ver)zweifler berichtet wird, ist die damalige Leidenschaft wieder geweckt.

    Toll, dass Sie bei MiGAZIN mitmachen. Im letzten Jahr habe ich Ekrem Senol kennen gelernt, und wir haben uns gemeinsam (leider vergeblich) um ein BAMF-gefördertes Projekt beworben. Ich finde es super, dass MiGAZIN wieder da ist, und wünsche Ihnen und dem Team viel Freude bei der segensreichen Arbeit für eine integrative Vielfalt-Gesellschaft.

    Mit bestem Gruß
    Kai Diekelmann

    Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.
    Georgstr. 7, 50676 Köln

  2. Maria sagt:

    Hallo Frau Durmus,

    Gerne schließe ich mich den guten Wünschen von Kai Diekelmann an.
    Auch ich liebe F. Kafka und habe mir schon vor über 20 Jahren folgendes Zitat von ihm zur Leitlinie gemacht:
    „Wege, die in die Zukunft führen, liegen nie als Wege vor uns. Sie werden zu Wegen erst dadurch, dass man sie geht“.
    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, auch aus Trampelpfaden Wege entstehen zu lassen.

    Mit freundlichem Gruß
    Maria

  3. Martin Maier sagt:

    Hallo Frau Dursum,

    ich las Ihren Artikel in den Deutsch Türkischen Nachrichten, in dem Sie die Wochenansprache der Kanzlerin kritisieren. Frau Merkels sagte dort:

    „Ich glaube, dass wir viele sehr gut integrierte türkischstämmige Menschen haben, aber dass wir auch noch durchaus Probleme haben“

    http://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Podcast/2011/2011-10-29-Video-Podcast/links/2011-10-29-text,property=publicationFile.pdf

    Sie interpretieren das folgendermaßen:

    „Feierliche, anerkennende Worte, am besten eine Ansprache an alle Bürger Deutschlands – ohne einen Unterschied zwischen Deutschen und Türkisch-Stämmigen zu machen. Doch Merkel fiel wieder nichts Besseres ein, als den Integrationsverweigerern ins Gewissen zu reden.

    Deutsch-Kenntnisse und gute schulische Leistungen, das sind die Erwartungen, die die Bundeskanzlerin an die jungen Deutsch-Türken hat. Nur so könnten sie zur Gesellschaft dazu gehören.“

    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2011/10/236762/

    Ich kann das so nicht herauslesen und verstehe deshalb auch Ihre Reaktion nicht, zudem hat Frau Merkel auf Fragen geantwortet, die ihr zur Integration von türkisch-stämmigen Bürgen gestellt wurden, wie soll sie denn darauf antworten ohne diese zu erwähnen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Martin Maier

  4. Ömer sagt:

    Hallo Merve,

    ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Arbeiten.

    Sonnige Grüße aus Hamburg

    Ömer E.

  5. Optimist sagt:

    Hübsch und schlau, schöne Kombination 😉

    Alles Gute zur Bachelor-Arbeit, drück dir gaaanz fest die Daumen.

  6. Ayse Genel sagt:

    Hallo Liebe Merve,
    es erfreut mich immer wieder, etwas von dir und über dich im Internet zu lesen. Ich wünsche dir in all deinen Vorhaben, beruflich wie auch privat, stets viel Erfolg! Du bist eine große Bereicherung für uns 🙂

    Viele liebe Grüße von Ayse Genel (Taskin)



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