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Migration und Integration in Deutschland

Bei dem Lebensalter der ausländischen Arbeitnehmer wirkt sich das z. Z. vor allem für die deutsche Rentenversicherung sehr günstig aus, weil sie weit höhere Beiträge von den ausländischen Arbeitnehmern einnimmt, als sie gegenwärtig an Rentenleistungen für diesen Personenkreis aufzubringen hat.

Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966, Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände, 1966

Statistik

Anteil der Bildungsausländer an Hochschulen hat sich seit 1995 fast verdoppelt

Der Anteil der Bildungsausländer hat sich im Vergleich zum Wintersemester 1995/1996 nahezu verdoppelt. Das geht aus einer gemeinsamen Auswertung der Statistischen Landesämter hervor.

Bildungsausländer sind Studierende, die ihre Hochschulreife außerhalb Deutschlands erworben haben und zu Studienzwecken nach Deutschland kommen. Ihr Anteil an allen Studierenden ist ein Indikator für die Attraktivität der deutschen Hochschulstandorte für Studierende aus dem Ausland.

Ein Attraktivitätsproblem scheint Deutschland nicht zu haben, wie eine gemeinsame Auswertung der Statistischen Landesämter belegt, die anlässlich des 20. Jahrestages der deutschen Einheit herausgegeben wurde. Denn der Anteil der Bildungsausländer an den Studierenden lag im Wintersemester 1995/96 bundesweit noch bei gut 5 % und 2008/09 bereits bei fast 9 %.

Ebenso wie für Deutschland insgesamt sind auch in den einzelnen Bundesländern die Anteile der Bildungsausländer an den Studierenden in der betrachteten Zeitspanne gestiegen. Gab es im Wintersemester 1995/1996 die höchsten Bildungsausländeranteile in Berlin (11,6 %), dem Saarland (7,7 %) und Baden-Württemberg (6,2 %), so stand im Ländervergleich im Wintersemester 2008/09 Bremen mit einem Bildungsausländeranteil von 13,2 % vorn, dicht gefolgt von Berlin und dem Saarland mit jeweils 12,6 %.

Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern wiesen im Wintersemester 1995/96 mit jeweils rund 3 % die geringsten Anteile an Bildungsausländern unter den Studierenden auf; 2008/2009 lag sie zwischen 5,2 und 7,7 %.

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