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Migration und Integration in Deutschland

[Es würde im Interesse der deutschen Arbeiter liegen, wenn wir sie zu Fachkräften ausbilden.] Dafür müssen wir natürlich dann die relativ primitiveren Arbeiten … von ausländischen Arbeitskräften besorgen lassen.

Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard, NWDR-Interview vom 9. April 1954

Türkische Presse Europa

11.03.2010 – Sarrazin, Islamkonferenz, Aufenthaltsrecht, Büsra, Kindergeld

Die Europaausgaben türkischer Tageszeitungen räumen dem Auftritt Thilo Sarrazins beim hessischen Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) breiten Raum ein. Außerdem ist die heutige Tagung des KRM über die Teilnahme an der Islamkonferenz Thema. Außerdem gibt es Artikel zu Kindergeld bei Schülerin im Ausland und über das Aufenthaltsrecht.

Erfolg im Ausweisungsverfahren
Eine Türkin habe nach einem langen Rechtsstreit die Niederlassungserlaubnis erhalten, berichtet die HÜRRIYET. Ihr sei wegen Verdachts auf Scheinehe zu Unrecht der Aufenthaltstitel entzogen worden. Die Betroffene habe nach dem Verfahren gesagt, dass sie mangels Aufenthaltstitel seit fünf Jahren nicht mehr in der Türkei war. Das werde sie nun nachholen.

Lebenslänglich für Büsras Vater
Ausführlich berichtet die SABAH über die Verurteilung des Vaters der ermordeten Büsra. Die 15jährige wurde von ihrem Vater im Schlaf mit 68 Messerstichen getötet. Die SABAH erinnert daran, dass dieser Fall in Deutschland eine Diskussion um Ehrenmorde ausgelöst hatte.

Erlöschen des Aufenthaltstitels
Eine ganze Seite räumt die HÜRRIYET dem Paragrafen 51 aus dem Aufenthaltsgesetz. Nach dieser Vorschrift verlieren Ausländer ihren Aufenthaltstitel in Deutschland, wenn sie länger als sechs Monate im Ausland bleiben. HÜRRIYET titelt „Geht nicht ohne Erlaubnis“ und macht darauf aufmerksam, dass man vor der Ausreise eine Genehmigung einholen kann, mit der man die Grenze von sechs Monaten überschreiten darf. Außerdem wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Sechs-Monats-Grenze nicht gilt, wenn man bereits 15 Jahre rechtmäßig sich im Bundesgebiet aufgehalten hat, den Lebensunterhalt selbst bestreiten kann und eine Niederlassungserlaubnis hat.

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