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Migration und Integration in Deutschland

Wenn die deutsche Gesellschaft die Muslime toleriert, hat das noch nichts mit Gleichberechtigung zu tun.

Prof. Dr. Hans-Peter Großhans, MiGAZIN, 20. Januar 2010

KRM und Interkultureller Rat

Aufruf zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus

Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) in Deutschland und der Interkulturelle Rat in Deutschland (IKR) rufen gemeinsam dazu auf, während der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 15. bis 28. März 2010 aktiv zu werden und Veranstaltungen durchzuführen.

„Feindliche Einstellungen gegenüber Muslimen sind in Deutschland und Europa weit verbreitet“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Daher gehöre es zu den vordringlichen Aufgaben bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus die Überwindung von antimuslimischem Rassismus. Rassismus verletze Menschen in ihrer Würde und belaste den gesellschaftlichen Frieden. Rechtsextremisten mobilisierten mit antimuslimischen Kampagnen für ihre demokratiefeindlichen Ziele.

Der KRM und IRK empfehlen, den antimuslimischen Rassismus im Schulunterricht, an Volkshochschulen oder Universitäten zu thematisieren – z.B. durch Veranstaltungen Abrahamischer Teams aus Juden, Christen und Muslimen. Auch Moscheeführungen und Informationsveranstaltungen über die Integrationsleistung von Moscheevereinen wie zum Beispiel Deutschkurse, Jugend- und Frauenarbeit, seien förderlich. Schließlich, so die Initiatoren, müsse in Zusammenarbeit mit Integrationsbeauftragten kommunale Islamforen aufgebaut werden, in denen der Dialog von Muslimen mit der Verwaltung und der nichtmuslimischen Zivilgesellschaft organisiert wird.

Der gemeinsame Aufruf enthält Anregungen für die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und kann beim Koordinationsrat der Muslime oder dem Interkulturellen Rat kostenlos angefordert oder im Internet heruntergeladen werden.

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