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Migration und Integration in Deutschland

Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren.

Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 1968

Business-Netzwerk

Frauen mit Zuwanderungsgeschichte wollen gläserne Decke durchbrechen

Petek, das „Business-Netzwerk Migrantinnen“, lädt zum Frühstück ein. Neben der Pflege und Knüpfen von Kontakten soll auch „die Kunst, sich selbst erfolgreich zu präsentieren“ helfen, die sog. gläserne Decke zu durchbrechen.

Erklärtes Ziel von Petek ist es, die Wirtschaftskraft der Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund zu stärken und sichtbar zu machen. Zudem sollen durch den Ausbau ihrer wirtschaftlichen Potenziale und ihrer unternehmerischen Aktivitäten wichtige Akteure in der Wirtschaft, Politik und Forschung für die zunehmende Bedeutung von Migrantinnen als aktiven Wirtschaftsfaktor sensibilisiert werden. Hiermit soll auch erreicht werden, bestehende kulturelle Vorurteile und Stereotypen zu identifizieren, die das Bild der Migrantinnen in der medialen Öffentlichkeit prägen.

Der Begriff Gläserne Decke (engl. glass ceiling) wurde in den 80er-Jahren in den USA geprägt für das Phänomen, dass die meisten hochqualifizierten Frauen beim Aufstieg innerhalb von Unternehmen oder Organisationen auf der Ebene des mittleren Managements „hängenbleiben“ und nicht bis in die Führungsetage kommen, obwohl sie die gleichen Leistungen erbringen wie bevorzugte männliche Kollegen.

Neben der nach wie vor schwierigen Vereinbarkeit von Beruf und Familie tendierten Entscheider unterbewusst dazu, Personen zu befördern, die Ähnlichkeiten mit ihnen selbst hätten. Je weniger Frauen oben seien, desto schlechter stünden die Chancen für andere Frauen, nach oben zu kommen. Deshalb nehmen auf der Karriereleiter Frauen „zu früh den Fuß vom Gas, Männer gehen direkt auf ihr fokussiertes Ziel zu.“ So Petek-Vorsitzende Birnur Öztürk.

Die Kunst, sich selbst erfolgreich zu präsentieren
Dass es anders geht, zeigen Unternehmerinnen des Petek Netzwerks, das sich für den Erfahrungsaustausch und die Anbahnung von neuen Geschäftskontakten für Unternehmerinnen und Führungsfrauen mit Zuwanderungsgeschichte stark macht. Nicht selten liegt der Erfolg in der Kunst der Präsentation. „Die Kunst, sich selbst erfolgreich zu präsentieren.“ – so lautet auch der Impuls-Vortrag für das Business Frühstück in Essen am Freitag, dem 5. März 2010.

Das Business Breakfast gibt selbstständigen Frauen mit Zuwanderungsgeschichte ein Forum, um Kontakte zu knüpfen und sich aktiv auszutauschen. Damit will Petek zum gezielten Wissenstransfer und zur Bündelung der Fachkompetenz von Unternehmerinnen in NRW beitragen. Neben dem Informations-und Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten ermöglicht das Frühstück auch die Chance, in ungezwungener Atmosphäre geschäftliche Beziehungen aufzubauen und zu vertiefen.

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