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Migration und Integration in Deutschland

Wenn ich mir die Hauptschulen in Ballungszentren anschaue, sehe ich es als zentralen bildungspolitischen Auftrag für diese Schulart, dass sie […] Schülern ein niederschwelliges Bildungsangebot macht […]. Gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle (CSU), taz, 20. Januar 2010

Türkische Presse Europa

06.01.2010 – EU-Beitritt, Moschee, Ciftlik

Die Europaausgaben der türkischen Zeitungen befassen sich heute unter anderem mit dem EU-Beitritt der Türkei und dem Türkeibesuch des Bundesaußenministers. Des Weiteren finden sich diverse Artikel zu Integrationsthemen und Moscheegemeinden in Deutschland. So wird unter anderem die Bedeutung des Sports für die Integrationsarbeit in den Moscheen hervorgehoben.

DATUM7. Januar 2010

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RESSORTTürkische Presse Europa

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Laschet: „Integrationspolitik hat hohe volkswirtschaftliche Bedeutung”
„Wir müssen jedem Kind, unabhängig von der Herkunft, den Aufstieg ermöglichen und dürfen kein Kind verloren geben”, forderte NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU). Deutschland müsse deshalb verstärkt auf Integration und Förderung von Zuwandererkindern setzen. Frühkindliche Bildung und Integrationspolitik habe hohe volkswirtschaftliche Bedeutung”, so Laschet. Einem Bericht der SABAH zufolge werden dem Arbeitsmarkt bereits 2015 fast drei Millionen Arbeitskräfte fehlen. Das gehe aus einer Studie der Prognos AG hervor.

Stopp der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei
Der CSU-Landesgruppenchef Friedrich habe sich dafür ausgesprochen, die Verhandlungen mit der Türkei über den Beitritt zur Europäischen Union zu beenden, berichten die TÜRKIYE, MILLIYET und HÜRRIYET. Das Land sei „meilenweit von den notwendigen politischen und wirtschaftlichen Grundvoraussetzungen für einen Beitritt entfernt“, so Friedrich in einem Zeitungsinterview. Um den „quälenden Verhandlungen“ endlich ein Ende zu bereiten, solle der Türkei stattdessen eine privilegierte Partnerschaft angeboten werden, so der CSU-Politiker.

Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) habe auf die Forderung Friedrichs wütend reagiert, ist in der ZAMAN zu lesen. Der Landeschef der Liberalen sagte, dass die „CSU-Hardliner“ die „Zusammenarbeit der Vernünftigen“ erschweren. „Die gesamte Türkei-Politik wird durch solche Vorhaben erheblich erschwert und erleidet womöglich einen schweren Rückschlag“, so Hahn. Der FDP-Politiker empfahl der CSU die Lektüre des Berliner Koalitionsvertrages von Union und FDP. Darin heiße es nicht ohne Grund: „Deutschland hat ein besonderes Interesse an einer Vertiefung der gegenseitigen Beziehungen zur Türkei und an einer Anbindung des Landes an die Europäische Union.“

Westerwelle reist in Türkei
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) reist zu Besuchen in die Türkei. Geplant sei unter anderem ein Gespräche mit dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu über die bilateralen Beziehungen sowie die Aufhebung der Visumspflicht. Davutoglu werde die Umsetzung der EuGH-Entscheidung fordern, wonach für die Einreise türkischer Staatsangehöriger in die EU kein Visum verlangt werden dürfe. (SABAH)

Integration durch Sport gilt auch für Moscheegemeinden
Der ZAMAN-Kolumnist Seyfi Alp findet die Jugendarbeit in den über 1500 Moscheen in Deutschland nicht ausreichend. Zunächst seien erst einmal Imame und Seelsorger nötig, die die Jugendlichen besser verstehen. Die Moscheegemeinden müssten zudem Projekte entwickeln, um die Moscheen für die Jugendlichen schmackhaft zu machen. Sport könne hierfür als Brücke dienen. Alp empfiehlt eine Kooperation zwischen Sportvereinen und Moscheegemeinden. Er ruft die islamischen Religionsgemeinschaften dazu auf, für die Jugendarbeit fähige Leute und Mittel bereitzustellen. Sport sei zudem für die Integration der Moscheen in die Gesellschaft wichtig, so Alp, weshalb die Förderung von Sport nicht vernachlässigt werden dürfe.

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2 Kommentare
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  1. Krause sagt:

    „Für eine kriminelle Handlung darf es keine religiöse Entschuldigung geben“, sagte der ZMD-Vorsitzende Ayyub Axel Köhler. Problematisch sei, dass derartige Vorfälle in der Bevölkerung Ängste vor dem Islam anfachten.“

    Na, ja. Wenn jemand wegen einer Karikatur, die den Islam beleidigt, ermordert werden soll, dann sind doch die Ängste berechtigt. Zumindest jeder Karikaturist wird es sich dreimal überlegen eine Karikatur über den Islam zu zeichnen – und so wird Schritt für Schritt unsere Freiheit beschnitten. Dies gilt es zu verhindern.

  2. NDM sagt:

    „Dies gilt es zu verhindern.“

    Okay. Und wie? Wie verhindert man, dass jemand Anstoß an einer Karikatur findet? oder in eine Analogie gesetzt: Wie verhindert man, dass jemand Anstoß an einer mit gleichem Presseecho wiedergegebenen Aussage (sorry) „Deutschland ist scheiße“ findet? Jemand, der etwas ehrt, wird Anstoß daran finden, wenn es verspottet wird. Je nach Grad der Verehrung entspringen dem unterschiedliche Reaktionen.

    Bring mir ein Patentrezept, mit dem man Empörung über die Verspottung und Verhöhnung Deutschlands vollständig tilgen kann, und ich bringe dir auf dessen Grundlage ein Patentrezept, mit dem man gleiches bezüglich Mohammed verhindern kann.



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