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Migration und Integration in Deutschland

Gedenken an Holocaust Teil unserer gemeinsamen Leitkultur.

Armin Laschet, Nordrhein-Westfälischer Integrationsminister, MiGAZIN, 28. Januar 2010

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Interkultureller Kalender 2010 erschienen

Ab sofort ist der jährlich vom Berliner Integrationsbeauftragten herausgegebene „Interkulturellen Kalender 2010“ erhältlich. Er bietet Auskunft, auf welche Termine die unterschiedlichen religiösen und weltlichen Feste, Feier- und Gedenktage im kommenden Jahr fallen.

„Rund ein Viertel der Berliner Bevölkerung, so die aktuellen Statistiken, verfügt über einen Migrationshintergrund. In den Innenstadtbezirken besitzt fast die Hälfte der Bevölkerung eine familiäre Migrationsgeschichte. Die Einwanderungsgesellschaft wird bunter, vielfältiger und damit oft auch unübersichtlicher. Der interkulturelle Alltag wird aber gleichzeitig immer normaler, immer selbstverständlicher, manchmal sicher auch anstrengender. Denn er verlangt auch jedem einzelnen mehr Kenntnisse ab, Wissen um die Unterschiedlichkeiten und die Fähigkeit, kompetent damit umzugehen – interkulturelle Kompetenz und interkulturelle Sensibilität.Eine kleine praktische Orientierungshilfe bietet der Interkulturelle Kalender“, erklärte Berlins Integrationsbeauftragter, Günter Piening.

Interkulturelle Kompetenz sei keine Einbahnstraße, dass es etwa nur darum gehe, dass die Vertreter der Alteingesessenen Bescheid wissen über historisch-kulturell-religiöse Besonderheiten der ‚anderen‘. Umgekehrt gelte das genauso. Rücksichtnahme und Respekt seien immer wichtiger in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft. Hilfreich sei es dabei zu wissen, welche Tage im Kalender für andere womöglich wichtige Feiertage sind.

Piening weiter: „Wenn unsere Gesellschaft immer vielfältiger wird, dann heißt das in der Praxis, dass es auch jede Menge Querverbindungen und individueller Lebensentwürfe gibt. Nicht jeder möchte, nur weil er aus einem bestimmten Land stammt, auf eine bestimmte Identität, auf ein bestimmtes Klischee festgelegt werden; und nicht nur in bikulturellen Familien werden Fest- und Feiertage ganz unterschiedlicher Traditionen begangen. In Kindergärten wird das Zuckerfest gefeiert und auch zu vielen Muslimen kommt im Dezember der Nikolaus. Wenn evangelische Christen den Reformationstag begehen, feiern andere vielleicht ausgelassen Halloween.“

Download und Bestellung: Der Interkulturelle Kalender 2010 ist als Download (PDF) oder gegen eine Schutzgebühr von 0,50 € pro Exemplar derhältlich beim Beauftragten des Senats für Integration und Migration, Potsdamer Straße 65, 10785 Berlin, Tel.: (030) 9017 – 2357 oder 9017 – 2322, Fax: (030) 9017 2320, E-Mail: Integrationsbeauftragter@intmig.berlin.de

In bewährter Weise wurde diese Jahresübersicht über die wichtigsten Festtage der großen Religionsgemeinschaften und Nationalitäten zusammengestellt. Als Poster im DIN-A-3-Format ist der Kalender ideal für Schulen, Büros, Behörden, Firmen oder Privatwohnungen.

Gerade in einer Zeit der wachsenden Internationalität Berlins, in der aber auch Rassismus und Fremdenhass keineswegs überwunden seien, sei es wichtig und notwendig zu zeigen, wie vielfältig, wie kulturübergreifend und wie multiethnisch die Wurzeln der Bevölkerung sind. Für das Miteinander der Menschen in der Einwanderungsgesellschaft sei es ungeheuer wichtig, Vielfalt und Internationalität positiv zu besetzen und als Reichtum zu begreifen. Dazu leiste auch der Interkulturelle Kalender einen Beitrag.

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