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Migration und Integration in Deutschland

Wenn wir Millionen von Menschen die doppelte Staatsbürgerschaft geben, die sie weitervererben, werden wir eine dauerhafte türkische Minderheit in Deutschland haben. Das bedeutet eine langfristige Veränderung der Identität der deutschen Gesellschaft. Ich bin dagegen.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Münchner Merkur, 6.11.2013

Islam-Archiv

Über 60 Prozent der Muslime in Deutschland von Islamverbänden vertreten

Dem Zentralinstitut Islam-Archiv-Deutschland/Amina-Abdullah-Stiftung in Soest zufolge sind über 60 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime in den vier im Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland (KRM) zusammengeschlossenen islamischen Verbänden organisiert.

Tatsache sei, dass 20,14 Prozent aller Muslime hierzulande eine „beitragszahlende Mitgliedschaft“ in diesen islamischen Verbänden hätten. Allerdings dürfe man nicht unbeachtet lassen, dass hinter beinahe jedem Mitglied eine „beitragsfreie Familie“ stehe, die ebenfalls in die Zählungen aufgenommen werden müsse. Beziehe man diese in die Statistiken mit ein, so komme man dem Institut zufolge auf etwa 2.400.000 Muslime (61,41 Prozent), die durch die Islamverbände in Deutschland öffentlich vertreten werden. Nach den Angaben des Zentralinstituts Islam-Archiv-Deutschland „leben derzeit etwa 3.970.000 Muslime in Deutschland.“

Das Innenministerium hingegen geht in ihrer aktuellen Studie „Muslimisches Leben in Deutschland“ davon aus, dass die Zahl der Muslime in Deutschland bei 4.300.000 liegt. In der gleichen Studie wird aufgeführt, dass sich maximal 20 Prozent aller in Deutschland lebenden Muslime von den islamischen Religionsgemeinschaften, die sich zum KRM zusammengeschlossen haben, repräsentiert fühlen.

Eine Frühjahrsumfrage der Amina-Abdullah-Stiftung e.V. unter dem Titel „Daten und Fakten über den Islam in Deutschland“ wird voraussichtlich Ende Juli diesen Jahres veröffentlicht.

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20 Kommentare
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  1. Teleprompter sagt:

    Über dieses sogenannte „Institut“:

    http://www.zeit.de/2007/17/B-Islam

  2. ibo sagt:

    Wenn der Vater oder die Mutter einen Beitrag zahlen, dann soll die ganze Familie in die Statistik eingehen?
    In meinem Freundeskreis fühlt sich niemand von keiner dieser Verbände vertreten und ich bin mir auch sicher, dass dies für allerhöchstens 10% der Muslime in Deutschland gilt.

    Diese ganze Islamkonferenz ist total unnötig und dient nur als Pseudo-Aktion der Bundesregierung.

    Die meisten Muslime kaufen meistens nur Kalender (z.B. von Diyanet), dass ist auch schon alles.

  3. Burak Altas sagt:

    Das ist recht subjektiv. Es kommt nun Mal immer auf die Umgebung einer Person an, ob da viele oder wenige religiöse Menschen vorhanden sind. Man kann ja nicht von Ihrem Freundeskreis den Schluss ziehen, dass maximal 10% der Muslime in Deutschland von diesen Verbänden vertreten werden oder dass „die meisten Muslime“ lediglich Kalender kaufen.

    Natürlich genauso wenig wie man vom Freundeskreis einer Person, die von klein auf seine Freizeit in einer Moschee und den dazugehörenden Einrichtungen wie Jugendlokale etc. verbracht hat, auf die Gesamtheit der hier lebenden Muslime schließen kann.

    Daher sehe ich den Grundgedanken, neben den „Beitragszahlenden“ auch ihre Familien zu berücksichtigen, als durchaus sinnvoll. Es ist nun Mal so, dass wenn der Vater oder die Mutter einer Gemeinde hinzugehören, sie dann auch meistens ihre Kinder zum Islamunterricht in der Moschee oder zumindest zum Freitagsgebet mitnehmen, hinschicken oder dazu animieren hinzugehen. Wenn die Eltern und das Kind dann nicht völlig verschiedene Wege gehen (was sicherlich nicht die Regel sein dürfte), so wird sich auch das Kind als Teil dieser und jener Gemeinde fühlen und müsste – unabhängig von seinem Status als „beitragszahlendes Mitglied“ oder nicht – mit in die Statistiken einfließen.

  4. Hans Schneter sagt:

    @ an alle praktizierenden Moslems

    Bei uns in der katholischen Gemeinde meiner Jugend wurde die Sonntags-Predigt immer im nachhinein noch veröffentlicht, um den Zuhausegebliebenen zu ermöglichen, diese zu lesen. In der Moschee wird ja Freitags auch immer *gepredigt*, gibt es so etwas dort auch? Das heisst, wird diese Predigt auch veröffentlich, dass sie jedermann nachlesen und studieren kann?

    Mich würde interessieren, was dort gepredigt wird. Ob es wirklich stimmt, dass man schlecht über Ungläubige und Juden redet. Somit würde man mehr Transparenz schaffen und den Menschen zeigen, seht her, hier wird nicht pausenlos Andersgläubigen der Tod gewünscht. So hat es halt immer den Beigeschmack von Geheimgesellschaft.

    Gott zum Gruße
    Hans Schneter

  5. BiKer sagt:

    http://www.igmg.de/islam/freitagspredigt.html

    pünktlich am jeden freitag und in deutscher sprache. die fehlende transparenz wird nur vorgegaugelt und dann kommt auch niemand mehr auf die idee, auf den seiten von großen verbänden nachzuschauen. tsts

  6. Hans Schneter sagt:

    @biker

    dankesehr, sehr interessant!

  7. Yakamoz sagt:

    Wie ermittelt das „Zentralinstitut Islam-Archiv“ denn die Gesamtzahl der Muslime in Deutschland???

    Bei diesem Institut wäre ich mir über deren Unabhängigkeit ohnehin nicht so sicher, welche Interessen es vertritt. Immerhin ist es Gründungsmitglied eines der großen islamischen Verbände in D: nämlich des „Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland“…

  8. Johanna sagt:

    „Zentralinstitut Islam-Archiv“ und islamistische Beeinflussungen:

    >Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland

    * Zunächst vom Verband der islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) dominiert. Nach dessen Ausscheiden aus dem Islamrat 1988 von der Milli Görüs dominiert, die seitdem die Majorität in den Führungsgremien hält. Damit erheblicher islamistischer Einfluss. Auch kleinere nicht extremistische Organisationen gehören dem Islamrat an. Bezeichnet sich als »größter Spitzenverband der Muslime in Deutschland«.

    http://lc-web.de/mat_isl_dt.htm

    Die gegenseitige Beeinflussung ist oft schwer zu durchschauen.

  9. Hans Schneter sagt:

    Nun habe ich mal etwas geschmökert und mir mal diese Organisation MILLI GÖRUS genauer angesehen. Das ist schon eigenartig, auf der einen Seite harmlose, friedfertige Freitagsgebete veröffentlichen, auf der anderen Seite eine Zeitschrift (MILLI GAZETE) unterhalten, die sowas vom Stapel lässt:

    „In unserem Land gibt es zwei Sorten Menschen. Auf der sichtbaren Seite sehen sie aus wie Muslime und Türken. Auf der Rückseite der Medaille sind es Juden. Sie bringen ihre eigenen inkompetenten Personen in die wichtigsten Ämter und Stellen und vergreifen sich an den Einkünften der Türkei … Verdammt seien sie.“

    – Milli Gazete: 25./26. Mai 2002

    „Wir sind dazu verpflichtet, sie (die Kinder) die Religion Gottes zu lehren. Dutzende von perversen Institutionen, allen voran Juden- und Christenkomitees, lauern nur auf eine günstige Gelegenheit, um uns unsere Kinder abspenstig zu machen. Werfen wir unsere Kinder jenen verwirrten Ungeheuern nicht zum Fraß vor!“

    – Milli Gazete: Datum unbekannt, zitiert nach einer Gegendarstellung der IGMG bei der Deutsche Presseagentur 2004

    Am 22. August 2006 erklärte die Milli Gazete unter der Überschrift „Hat Hitler die Juden verbrannt?“, die Zahl von sechs Millionen Juden sei eine Lüge. Ferner zweifelte sie die Existenz von Gaskammern an und erklärte: „Es wurde kein Befehl zur Vernichtung der Juden erteilt.“ [2]

    Die Einstellung der Zeitung zur Scharia, zum Dschihad, zu Amerika und zum Iran wird anhand folgender Zitate deutlich:

    „Es ist unlogisch, widersprüchlich und unsinnig, wenn ein Mensch behauptet, er sei zwar Muslim, aber gegen die Scharia. […] Die Scharia ist ein heiliger Begriff. Islam und Scharia sind gleichbedeutend.“

    – Milli Gazette: 16. Oktober 2006 [3]

    QUELLE: Wikipedia

    Das wäre, als ob die NPD auf ihrer Webseite Sonntagspredigten veröffentlicht….. oder die Kirche zur Ausländerhatz aufruft … und jetzt sagen Sie nicht, was bei Wikipedia steht, ist alles erstunken und erlogen.

    Enttäuscht
    Hans Schneter

  10. Anne sagt:

    Ich finde die Kritik, die in der Islamkonferenz vertretenen Verbände würden nicht viele, nicht genug Muslime vertreten, immer recht witzig. Selbst bei minimaler Schätzung vertreten sie aber ein vielfaches der sonstigen Teilnehmer – die vertreten nämlich jeweils nur sich selbst.
    In einen Moscheeverein, somit in einen Verband meiner Wahl, kann ich eintreten. Damit unterstütze ich dann dessen Vertreter.
    Aber die „sonstigen Persönlichkeiten“, die sich Schäuble da als handverlesene Diskussionspartner herausgepickt hat – die haben kein Mandat, von niemandem.
    Was ist daran demokratisch?
    Die Muslime, die sich von den bestehenden Verbänden nicht vertreten fühlen, haben das Recht, eigene Vereine und Verbände zu gründen. Das haben sie – bislang – nicht getan. Ist Herr Schäuble ihr Vormund, dass er ihnen also selbst Vertreter bestimmt?

    Um die islamischen Verbände kleinzureden, ist offensichtlich jedes Mittel recht – egal wie undemokratisch. Und dann beschwert man sich über das teilweise zwiespältige Verhältnis vieler Muslime zur „Demokratie“.


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