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Die Verbreitungsgebiete der Religionen © andymangold @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Studie

Islam könnte ab 2070 größte Glaubensgemeinschaft sein

Der Islam wächst unter den Religionen weltweit am stärksten. Einer aktuellen Studie zufolge wird der Anteil der Muslime an der Weltbevölkerung schon in 35 Jahren auf rund 30 Prozent steigen. Der Christen-Anteil bleibe konstant.

Donnerstag, 09.04.2015, 8:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 12.04.2015, 18:37 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Der Islam könnte das Christentum in den kommenden Jahrzehnten als weltweit größte Glaubensgemeinschaft ablösen. Im Jahr 2050 würden voraussichtlich fast ebensoviele Muslime auf Erden leben wie Christen, heißt es in einer Prognose des US-amerikanischen Instituts Pew Research Center. Etwa ab 2070 werde es vermutlich mehr Muslime geben als Christen. Ursachse der Entwicklung sei unter anderem, dass Muslime im Durchschnitt mehr Kinder bekämen. In Europa würden Muslime im Jahr 2050 rund zehn Prozent der Bevölkerung stellen.

Allerdings müsse man bei derartigen Langzeit-Prognosen vorsichtig sein, schränkte das Institut bei der Vorstellung der Studie am Donnerstag vergangener Woche ein. Naturkatastrophen, Kriege und andere nicht vorhersehbare Ereignisse könnten demografische Trends ändern. Für die Prognose hat das Institut 2.500 Umfragen, Untersuchungen und Volkszählungen ausgewertet.

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Im Jahr 2010 waren laut Studie 31,4 Prozent der Weltbevölkerung Christen (2,17 Milliarden) und 23,2 Prozent Muslime (1,6 Milliarden). Wenn sich die derzeitige demografische Entwicklung fortsetze, werde es Mitte des Jahrhunderts 31,4 Prozent Christen (2,92 Milliarden) und 29,7 Prozent Muslime (2,76 Milliarden) geben. Im Jahr 2070 würden Muslime und Christen mit jeweils 32,2 Prozent gleichauf liegen. In den folgenden Jahren werde die muslimische Bevölkerung vermutlich schneller wachsen.

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Der Prozentsatz der Hindus weltweit werde von 2010 bis 2050 mit rund 15 Prozent konstant bleiben, der Anteil der Buddhisten von 7,1 Prozent auf 5,2 Prozent zurückgehen. Gleichzeitig werde der weltweite Anteil der Menschen ohne religiöse Bindung von 16,4 Prozent auf 13,2 Prozent fallen. In Europa und Nordamerika aber werde der Prozentsatz der Menschen, die sich keiner Religion zugehörig fühlen, steigen.

Die Studie ergab zudem, dass Indien trotz seiner erwarteten Hindu-Mehrheit im Jahr 2050 das Land mit der zahlenstärksten muslimischen Bevölkerung sein wird. Gegenwärtig leben die meisten Muslime in Indonesien. Einer von vier Christen werde 2050 in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara leben. (epd/mig)

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