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Migration und Integration in Deutschland

Gedenken an Holocaust Teil unserer gemeinsamen Leitkultur.

Armin Laschet, Nordrhein-Westfälischer Integrationsminister, MiGAZIN, 28. Januar 2010

Aktionstag Ausbildung

„Die Ausbildung von jungen Migranten ist ein Gewinn für beide Seiten“

Zum heutigen bundesweiten Aktionstag Ausbildung hat Staatsministerin Maria Böhmer die Arbeitgeber dazu aufgerufen, mehr Jugendlichen aus Zuwandererfamilien eine Chance zu geben.

„Die jungen Migranten dürfen nicht die Verlierer der Krise sein. Integration verläuft auch über den Arbeitsmarkt. Wer sein Können nicht unter Beweis stellen kann, fühlt sich ausgegrenzt. Geben Sie den Jugendlichen eine Perspektive“, appellierte Böhmer. Sie verwies auf den gemeinsamen Ausbildungspakt von Politik und Wirtschaft, der die Förderung von Zuwanderern vorsieht. „Hier müssen wir ansetzen und unsere Bemühungen verstärken.

Die Ausbildung von Migranten kommt allen Beteiligten zu Gute: Die Jugendlichen erhalten eine Chance für eine erfolgreiche Zukunft. Und die Unternehmen selbst profitieren langfristig von dem Können ihrer Fachkräfte“, betonte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. In der Globalisierung seien Potenziale der Migranten wie Mehrsprachigkeit und kulturelles Wissen Vorteile für die Unternehmen- gerade in der Krise.

Noch haben es Jugendliche aus Zuwandererfamilien deutlich schwerer als einheimische Gleichaltrige, einen Ausbildungsplatz zu finden. Das geht aus dem bundesweit „Ersten Integrations-Indikatorenbericht“ hervor. Danach absolvierten 2007 in der Gruppe der 18- bis 21-Jährigen nur 23,9 Prozent der ausländischen Jugendlichen eine Ausbildung. Bei den Einheimischen dieser Altersgruppe seien es mehr als doppelt so viele gewesen, nämlich 57,6 Prozent. „Viele junge Migranten bleiben langfristig ohne Berufsabschluss. Der Weg in die Arbeitslosigkeit ist für sie damit oft vorgezeichnet. Wer dagegen als Migrant eine Ausbildung absolviert hat, kann den sozialen Aufstieg schaffen. Eine Ausbildung ist die Eintrittskarte ins Berufsleben.“

„Krempeln wir gemeinsam die Ärmel hoch. Jeder muss seinen Beitrag leisten. Auch die Jugendlichen selbst. Ich appelliere an sie, eine Ausbildung durchzuhalten. Auch, wenn sie viel Kraft und Energie kostet. Bleibt hartnäckig und strengt euch an- es lohnt sich“, betonte Böhmer. Zudem sollten die Jugendlichen bei der Berufswahl flexibel sein und mögliche Alternativen prüfen.

Auch die Eltern forderte die Staatsministerin zur Mitwirkung auf. „Die Eltern haben Verantwortung für ihre Kinder. Bildung und Ausbildung haben einen hohen Stellenwert in Deutschland. Deshalb sollten die Eltern ihre Kinder mit ganzer Kraft dabei unterstützen, den Schritt von der Schule in den Beruf erfolgreich zu meistern“, so Böhmer. Die Jugendlichen sollten nicht von den Eltern aufgefordert werden, auf eine qualifizierte Ausbildung zu verzichten, um schnellstmöglich Geld verdienen zu können. „Das ist garantiert der falsche Weg. Eine gründliche Ausbildung ist sicherlich die bessere Lösung- und verspricht langfristig auch größere Verdienstchancen.“

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  1. […] Maria Böhmer (CDU) hatte Mitte Juni eingeräumt (wir berichteten), dass Jugendliche aus Zuwandererfamilien deutlich schwerer als einheimische haben, einen […]



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