Demnach waren die Arbeitgeber bestrebt, diejenigen ausländischen Arbeitnehmer zu halten, die sich in mehrjähriger Beschäftigung bewährt hatten, zumal bei ihnen die Anpassungs- und hier vor allem die Sprachschwierigkeiten … überwunden waren. Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung 1968

Integrationsmonitor

Ausländerintegration meist Fehlanzeige

Redaktion | 26. Februar 2009 | Gesellschaft Drucken | Weiterempfehlen |

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Zu diesem Ergebnis kommt der Integrationsmonitor [PDF] des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Danach beginnt sich die Schere zwischen Zuwanderern und Einheimischen schon von Kindesbeinen an zu öffnen. Migrantenkinder haben beim Lesen gegenüber ihren deutschen Schulkameraden einen Wissensrückstand von bis zu zwei Schuljahren. Ausländische Jugendliche brechen mehr als doppelt so häufig die Schule ab und machen seltener das Abitur als ihre deutschen Mitschüler. Außerdem ergattern sie nicht so oft einen Ausbildungsplatz wie Schulabgänger mit deutschem Pass, und sie sind an Universitäten unterrepräsentiert.

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Die Folgen des Bildungsrückstands bestimmen das spätere Berufsleben: Ausländer sind doppelt so häufig arbeitslos wie Einheimische. Sie beziehen mehr als doppelt so oft Arbeitslosengeld II. Ihre Beschäftigungsquote ist unterdurchschnittlich. Die schwache berufliche Performance der Einwanderer spiegelt sich auch in deren Einkommen wider. Ausländische Haushalte erzielten 2006 im Schnitt ein monatliches Nettoeinkommen von 1.900 Euro, deutsche kamen auf 300 Euro mehr. Es gibt indes auch Positivbeispiele, wo es Zuwanderer geschafft haben, mit Deutschen gleichzuziehen. In Berlin haben sie beispielsweise bei den Firmengründungen die Nase vorn, in Baden-Württemberg und im Saarland sind sie als Häuslebauer sehr aktiv.

Staatsministerin Maria Böhmer kommentiert die Studie wie folgt: „Die fehlenden Erfolge in Schule, Ausbildung und am Arbeitsmarkt waren leider erwartbar. Sie bestätigen, dass die Maßnahmen des Nationalen Integrationsplans dringend notwendig sind.“

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Der IW-Integrationsmonitor mache aber auch Mut. “So erreichen einige Bundesländer trotz eines hohen Ausländeranteils überdurchschnittliche Werte bei der Integration. Sie erzielen diesen Erfolg beispielsweise mit einer hohen Betreuungsquote bei Kindern. Das zeigt uns: die Anstrengungen lohnen sich. Die Studie muss Ansporn und Motivation für alle sein, bei der Integration von Migranten die Ärmel hochzukrempeln. Denn jeder hat in Deutschland seine Chance verdient”, so Staatsministerin Böhmer.

Die Beauftragte der Bundesregierung erprobt gegenwärtig auf der Grundlage aktueller amtlicher Statistik einen Integrationsmonitor mit 100 Indikatoren zu 14 Themenbereichen. Zentrale Themenfelder sind die Bereiche Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt, soziale Integration und Einkommen, gesellschaftliche Integration, Wohnen, Gesundheit, Mediennutzung und Kriminalität. Der Bericht soll noch in dieser Wahlperiode vorgelegt werden.

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Autor: Redaktion

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