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Migration und Integration in Deutschland

Es sei denn, man würde die Lebensverhältnisse der Ausländer in der Bundesrepublik derartig nachhaltig verschlechtern, dass ein Leben am Rande des Existenzminimums in den Herkunftsländern vorteilhafter erschiene.

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“, 1979

Laut Studie

Türken am schlechtesten integriert

Einer Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zufolge, aus der das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ vorab zitiert, sind türkische Einwanderer in Deutschland deutlich schlechter integriert als andere Zuwanderergruppen. Bei der zweiten Zuwanderergeneration verbesserten sich die Werte auch nur geringfügig.

DATUM25. Januar 2009

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RESSORTGesellschaft, Studien

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So hätten beispielsweise 30 Prozent der Türken und Türkischstämmigen keinen Schulabschluss und nur 14 Prozent das Abitur. Auch hätten Menschen mit türkischem Migrationshintergrund den geringsten Erfolg aller Migranten im Erwerbsleben: häufige Erwerbslosigkeit, hohe Hausfrauenquote und viele Sozialleistungsempfänger.

Der Direktor des Berlin-Instituts, Reiner Klingholz sagte: „Wir haben uns viel zu lange daran gewöhnt, dass wir Grundschulklassen haben, in denen 80 Prozent kein Deutsch verstehen.“ Der Schlüssel zu Bildung und Erfolg sei die Sprache.

Die Gruppe der deutschstämmigen Aussiedler schneidet den hingegen bundesweit überraschend gut ab: Nur 3 % seien ohne Abschluss, 28 % hätten sogar die Hochschulreife.

Details der Studie sollen am 26.01.2009 präsentiert werden. Zur Messung von Integration seien 20 Indikatoren herangezogen worden aus dem Mikrozensus 2005. Dabei haben die Statistiker auch das Herkunftsland der Eltern erfasst. So seien zum ersten Mal auch Bürger erfasst, die eingebürgert sind aber einen Migrationshintergrund haben.

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Ein Kommentar
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  1. zeynel sagt:

    ne ne, die meinten wohl eher,

    laut studie sind türken am schlechtesten assimilliert.



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