Seine Mutter lag nach seinen Angaben im Koma. Deshalb reiste ein jesidischer Geflüchteter für wenige Wochen in den Irak. Fünf Jahre später entzog ihm das Bamf den Flüchtlingsschutz. Nun liegt der Fall beim EuGH. Der Fall berührt auch die deutsche Syrien-Debatte.
Die Anschläge vom 11. September 2001 lösten Kriege, neue Sicherheitsgesetze und geopolitische Umbrüche aus. Ein Vierteljahrhundert, rund 940.000 Tote und acht Billionen Dollar später sind Al-Kaida-nahe Gruppen, der IS und die Taliban keineswegs aus der Welt verschwunden. Von Anne Pollmann
Aus Düsseldorf startet ein Abschiebeflug in den Irak. Auch Jesiden sind in dem Flugzeug. Ihre Menschenrechtslage gilt als kritisch. Zeitgleich steigt ein weiterer Charterflug mit 67 Menschen von Frankfurt. Ziel: Balkan.
Eine jesidische Familie, die seit vielen Jahren in Brandenburg wohnt, wird in den Irak abgeschoben. Viele Menschen setzen sich für die Kinder ein. Doch ein Gericht entscheidet anders.
Eine gut integrierte jesidische Familie aus Brandenburg wird in den Irak abgeschoben. Drei Schüler kommen in den Landtag und haben einen großen Wunsch. Auch Eltern kommen zu Wort. Sie finden deutliche Worte.
Erst vor wenigen Tagen wurden Menschen nach Afghanistan abgeschoben. Jetzt ist in Leipzig ein Abschiebeflug in den Irak gestartet. Die Sicherheitslage in dem Land ist nach Jahrzehnten der Kriege und politischer Unruhen weiterhin angespannt.
Als am 3. August 2014 „IS“-Kämpfer im Sindschar-Gebirge im Irak einfielen, begann ein Völkermord an den Jesiden. Das Leid der Überlebenden hält an. Ein neues Gesetz verspricht Unterstützung, doch der Prozess stockt. Von Helena Kreiensiek
Die Rede war voller Falschinformationen: US-Außenminister Powell sprach 2003 vor dem UN-Sicherheitsrat über Iraks angebliche Massenvernichtungswaffen - als Rechtfertigung für den Irakkrieg. Später sagte er: Das war der Schandfleck seiner Karriere - mit 300.000 toten Zivilisten in Irak. Von Konrad Ege
Seit 1950 sind 2,3 Millionen Menschen nach Deutschland geflüchtet – die Hälfte zwischen 2014 und 2021. Die meisten sind aus Syrien, Afghanistan und Irak. Zudem leben mehr als 960.000 Vertriebene in Deutschland. Das geht aus Zahlen des Statistikamts hervor.
Paul Schrader inszeniert in „The Card Counter“ die Geschichte eines geheimnisvollen Profizockers mit dunkler Vergangenheit als eindringliche Reflexion über Schuld, Sühne und Abu Ghraib. Ein erst auf den zweiten Blick politischer Film. Von Kai Mihm