Migranten sind überdurchschnittlich oft von Glücksspielsucht betroffen. Digitale Angebote, soziale Ungleichheit und Bürokratie verstärken das Risiko — und treiben Betroffene in die Arme unkontrollierter Anbieter.
Immer mehr Menschen verbringen ihre digital. Spielen im Netz ist längst Alltag. Für nicht Wenige wird aus dem Spaß aber eine Falle, nämlich dann, wenn das Spielen zur Sucht wird. Studien zeigen: Migranten sind überdurchschnittlich oft betroffen. Denn nationale Schutzmechanismen greifen nur bedingt, weil internationale Kontrolle kaum möglich ist.
Millionen Menschen sind laut Experten glücksspielsüchtig oder zocken in riskanter Weise – überdurchschnittlich stark gefährdet sind Menschen mit Einwanderungserfahrung. Viele Kinder wachsen mit spielsüchtigen Eltern auf. Auch sie leiden oft – still und unbemerkt. Von Yuriko Wahl-Immel
Glücksspiel trifft überproportional jene, die ohnehin wenig Chancen haben – oft auch Menschen mit Migrationserfahrung. Europas Regulierung zeigt Wege, wie gefährdete Gruppen besser geschützt werden können. Deutschland muss den Blick über den Tellerrand wagen.
Für manche ist Glücksspiel Teil einer langen Tradition, für andere ein Tabu. Wer nach Deutschland kommt, bringt diese kulturellen Prägungen mit – und trifft auf neue Welten. Spiele wie Plinko zeigen, wie groß die Kluft zwischen Herkunft und neuer Realität sein kann.
Für viele ist Glücksspiel ein netter Spaß nebenbei. Wer sich aber nicht zügeln kann, kann schnell in Spielsucht verfallen – insbesondere wenn um echtes Geld gespielt wird. Migranten sind überdurchschnittlich oft betroffen.
Der neue Staatsvertrag für Glücksspiele steht in der Kritik. Das Regelwerk schütze Glücksspielsüchtige nicht einmal ansatzweise. Überdurchschnittlich oft sind Migranten betroffen, sie gehören zur Risikogruppe.
Der neue Glücksspielstaatsvertrag verspricht mehr Steuereinnahmen und Spielerschutz. Ob sich die neuen Regeln aus Sicht der Spieler bewähren, wird sich zeigen. Experten bezweifeln die Wirksamkeit und fordern mehrsprachige und kultursensible Beratungs- und Unterstützungsangebote.
Glücksspiele wie Lotto, Toto oder GlücksSpirale werden hierzulande seltener gespielt, dafür zocken immer mehr Menschen an Geldautomaten. Besonders anfällig sind junge Männer, Arbeitslose und Migranten. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor.
Eine unglaubliche Geschichte. Hätte ich nicht (wie immer) auf der Couch gesessen, wäre ich wohl vom Stuhl gefallen. Wir waren wieder einmal in geselliger Runde im Wohnzimmer meiner Schwiegereltern beisammen gekommen. Von Florian Schrodt