Hass in der Tram
Muslimin mit Glasflasche niedergeschlagen
23.08.2026

Eine 36-Jährige wird in einer Berliner Straßenbahn wegen ihres Kopftuchs beleidigt. Wenig später schlägt ihr der Angreifer eine Glasflasche gegen den Kopf. Dann flüchtet er unerkannt. Jetzt ermittelt der Staatsschutz – ohne Zeugenaufruf. Berlin schweigt bislang zum Vorfall.
Deutungsmacht
Wie aus einem Anschlag politische Konsequenzen werden
20.08.2026

Nach politischer Gewalt wächst der Druck zu handeln - so auch nach dem Anschlag im Umfeld des Berliner Christopher Street Day. Doch aus einer Tat folgt nicht automatisch, welche politische Antwort angemessen ist. Von Özcan Karadeniz
36 Boys
Wie eine Gang zur Antwort auf Ausgrenzung wurde
06.08.2026

Tim Raue blickt auf seine Jugend bei den „36 Boys“ zurück – auf Gewalt, Gemeinschaft und das Gefühl, endlich Teil von etwas zu sein. Die deutsche Integrationspolitik jener Jahre kritisiert er scharf. Von Andreas Rabenstein
Blaulicht im Juli 2026
Hass im Vorbeigehen, Gewalt mit Ansage
04.08.2026

Mindestens 69 Polizeimeldungen im Juli enthalten Hinweise auf rassistische, antisemitische oder rechtsextreme Motive. Hinter der Masse verbotener Symbole stehen Angriffe auf Menschen – auf Kinder, Geflüchtete und Menschen, die widersprechen.
Furcht vor dem Mob
Gewalt vertreibt Zehntausende aus Südafrika
02.08.2026

Die „March and March“-Bewegung macht in Südafrika mobil gegen Migrantinnen und Migranten. Zehntausende Menschen sind in ihre afrikanischen Herkunftsländer zurückgekehrt. Doch die Ankunft dort ist nicht leicht. Von Helena Kreiensiek
Nach dem CSD-Anschlag
Wenn aus einem Täter Millionen werden
30.07.2026

Der digitale Informationsstrom belohnt Zuspitzung und Empörung. Der Berliner CSD-Anschlag zeigt, wie schnell aus einem Täter ganze Gruppen werden und aus Trauer politische Munition. Von Joachim Glaubitz
Jahresbilanz
Beratungsstellen zählen doppelt so viele rechte Gewalttaten als der Bund
22.07.2026

Sind Strafverfolgungsbehörden blind auf dem rechten Auge? Während das Bundesinnenministerium 1.246 Fälle ausweist, dokumentierten Beratungsstellen in ihrer Jahresbilanz 3.167 rechte Angriffe. Sie warnen vor anhaltend hoher Gewalt - und vor den Folgen für Betroffene. Von Jonas Grimm
„Lauf um dein Leben“
Utøya-Überlebende leben bis heute mit dem Terror
21.07.2026

15 Jahre nach dem rechtsextremen Anschlag auf der norwegischen Ferieninsel Utøya berichten Überlebende und Angehörige, wie der 22. Juli ihr Leben weiterhin prägt. Erinnerungen, Trauer und Wachsamkeit kehren besonders vor dem Jahrestag mit großer Wucht zurück. Von Julia Wäschenbach
„Genug, genug!“
Video setzt italienische Polizei unter Druck – gefesselt, fixiert, tot
20.07.2026

In Bologna kommt ein Marokkaner ums Leben, während ihn zwei Polizeibeamte am Boden halten. Viele Fragen zum Einsatz sind offen: Warum wurde der 42-Jährige weiter fixiert, obwohl er bereits gefesselt war? Der Fall sorgt in Italien für viele Schlagzeilen. Jetzt soll geklärt werden, was genau geschah. Von Christoph Sator
Völkerrecht in der Krise
Deutschlands Schweigen schwächt Helfende und Opfer
19.07.2026

Wer Verstöße nur bei politischen Gegnern verurteilt, verliert an Glaubwürdigkeit. Der Geschäftsführer der deutschen Sektion von „Ärzte ohne Grenzen“, Christian Katzer, warnt im Gespräch, dass bewaffnete Gruppen weltweit genau beobachten, welche Verbrechen Konsequenzen haben - und welche stillschweigend hingenommen werden. Welche Rolle spielt Deutschland dabei? Von Moritz Elliesen