In Sachsen wurden im vergangenen Jahr 144 Angriffe auf Geflüchtete und sechs Attacken auf Asylunterkünfte registriert. Linken-Abgeordnete Nagel warnt vor Entwarnung und fordert eine schlagkräftigere Strafverfolgung. Besonders Attacken auf Asylunterkünfte blieben oft ungeklärt.
Folter, Versklavung, sexuelle Gewalt und Mord – Khaled El Hishri ist die erste Person, die sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof wegen Verbrechen an Geflüchteten in Libyen verantworten muss. Überlebende schildern brutale Gewalt in Mitiga. Europas Libyen-Politik steht in der Kritik. Von Sarah Spasiano
238 Menschen wurden in Schleswig-Holstein Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Nach Recherchen von Zebra blieb die Zahl der Angriffe nahezu konstant – besonders häufig traf es Menschen aus rassistischen Motiven.
Rassistische Angriffe, Hakenkreuze, Hitlergrüße – und glühende Zigarettenstummel am Auge: Polizeimeldungen aus dem April zeigen ein Lagebild, das nicht vollständig ist – aber deutlich genug, um das Klima zu spüren.
Rechte Gewalt erreicht den höchsten Stand seit 2016. Besonders im Osten liegen die Zahlen deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die Linke wirft der Bundesregierung vor, die Gefahr zu unterschätzen. Von Anne-Béatrice Clasmann
Lorenz wurde vor einem Jahr von hinten von Polizeischüssen getroffen, die Bodycams waren aus, ein Prozess steht weiter aus. So ist aus einem lokalen Einsatz längst ein bundesweiter Fall geworden – mit Fragen nach Rassismus, Verantwortung und wirksamer Kontrolle. Von Mirjam Uhrich und Helen Hoffmann
Im Berufungsprozess nach dem Angriff auf den jüdischen Studenten Lahav Shapira wird der Täter zu einer geringeren Haftstrafe verurteilt. Zudem sah das Landgericht keine klare antisemitische Tatmotivation. Das Urteil sorgt für Kritik.
Während die Welt auf andere Kriege blickt, versinken Familien aus West-Darfur im Lager Aboutengé in Stillstand. Der Sudan-Krieg hat sie vertrieben, die Hilfskürzungen nehmen ihnen nun auch noch die letzten Zukunftschancen. Von Eva Krafczyk
Zerbrochene Scheiben sind hier nicht die ganze Geschichte. Der Angriff auf das Münchner Restaurant „Eclipse“ trifft einen sichtbaren jüdischen Ort – und damit auch das Gefühl, in dieser Stadt sicher zu sein.
Die Zahl rechtsmotivierter Straftaten in Rheinland-Pfalz bleibt hoch, doch vor allem die Gewalt nimmt zu. Der neue Befund ist alarmierend: Aus Hetze, Hasspostings und Beleidigungen werden immer häufiger tätliche Angriffe.