Toni Heilmaier besuchte eine Schülerausstellung in seinem Münchner Stadtteil. Dort begegnete ihm unerwartet das Bild seiner Großmutter – und mit ihm eine Familiengeschichte, die jahrzehntelang im Verborgenen geblieben war. Von Britta Schultejans
Der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt befeuert Ängste in der Zivilgesellschaft. Organisationen fordern einen Schutzschirm und Streichung der Residenzpflicht. Vize-Kanzler Klingbeil warnt vor einer „Politik der Ausgrenzung“ – und berät über Kürzungen im Bereich Integration und Demokratieförderung.
Maskierte Beamte, gewaltsame Festnahmen und Proteste: Laura Poitras zeigt in ihrem Dokumentarfilm „They're Here“ die Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE. Die Bilder sind verstörend – und wirken wie aus einem Horrorfilm.
Eine Mutter wird vor ihrer zehnjährigen Tochter geschlagen, ihr Kopftuch heruntergerissen, Haare werden ihr ausgerissen. Kinder werden verfolgt, Reisende bedroht, Menschen in Bahnen rassistisch beleidigt. Die August-Meldungen der Polizei zeigen, wie Menschenfeindlichkeit in den Alltag drängt.
Nach der Ankunft Zehntausender Menschen aus Marokko ist Ceuta überfordert. Innerhalb weniger Wochen nutzen Rechtsextreme die Situation für sich: Gerüchte, rassistische Hetze und antimuslimische Ressentiments breiten sich aus. Die angespannte Stimmung schlägt in offene Gewalt um.
Brandenburg verzeichnet im zweiten Quartal 727 rechtsmotivierte Straftaten. Hinter der Statistik stehen konkrete Angriffe: ein Hakenkreuz an der Cottbuser Synagoge, eine brennende Fackel auf ein alternatives Wohnprojekt und Dutzende Taten gegen Geflüchtete.
Eine 36-Jährige wird in einer Berliner Straßenbahn wegen ihres Kopftuchs beleidigt. Wenig später schlägt ihr der Angreifer eine Glasflasche gegen den Kopf. Dann flüchtet er unerkannt. Jetzt ermittelt der Staatsschutz – ohne Zeugenaufruf. Berlin schweigt bislang zum Vorfall.
Nach politischer Gewalt wächst der Druck zu handeln - so auch nach dem Anschlag im Umfeld des Berliner Christopher Street Day. Doch aus einer Tat folgt nicht automatisch, welche politische Antwort angemessen ist. Von Özcan Karadeniz
Tim Raue blickt auf seine Jugend bei den „36 Boys“ zurück – auf Gewalt, Gemeinschaft und das Gefühl, endlich Teil von etwas zu sein. Die deutsche Integrationspolitik jener Jahre kritisiert er scharf. Von Andreas Rabenstein
Mindestens 69 Polizeimeldungen im Juli enthalten Hinweise auf rassistische, antisemitische oder rechtsextreme Motive. Hinter der Masse verbotener Symbole stehen Angriffe auf Menschen – auf Kinder, Geflüchtete und Menschen, die widersprechen.