Fast jede dritte Person in Deutschland ist einer Studie zufolge offen für rechtsextremes Denken. Besonders alarmierend ist der Zuwachs unter Jüngeren – dort wächst eine gefährliche Normalisierung autoritärer Ideen.
Der Krieg im Iran trifft auch viele Menschen in Deutschland ins Mark: Zwischen Hoffnung auf einen politischen Wandel, Angst um Angehörige und Sorge vor Repression wächst der Druck auf eine Diaspora, die seit Jahren zwischen zwei Welten lebt. Von Anne-Béatrice Clasmann
Ramadan ist weit mehr als Verzicht: Zwischen Datteln, Baklava und Einladungen zeigt sich, wie Glaube, Gemeinschaft und gelebte Nächstenliebe zusammenwirken. Eine Zeit, in der nicht nur gefastet, sondern geteilt, gespendet und Nähe neu erlebt wird. Von Ole Rockrohr
Fast alle bekennen sich zur Demokratie – und doch finden autoritäre Rezepte erschreckend viel Zustimmung. Der Deutschland-Monitor zeigt: Nicht nur Krisen, sondern politische Vernachlässigung treiben Menschen in Richtung starker Hand. Von Verena Schmitt-Roschmann
Im Oman hängen „Merry Christmas“-Lichterketten, ohne dass jemand Schnappatmung bekommt. In Deutschland löst oft schon eine Eid-Beleuchtung einen Kulturkampf aus. Warum? Von Anissa Kirch
Kundgebung der Superlative: Zigtausende demonstrierten in München gegen die iranische Führung. Es war nicht der einzige Protest. Insgesamt gingen rund eine Million Menschen auf die Straßen.
Die „Zeit“ veröffentlicht eine Anleitung zur sozialen Treibjagd und verkauft das als Akt der Zivilcourage. Auslöser ist ein Stück Stoff – und Jochen Bittner wittert den Untergang der Zivilisation. Brandgefährlich in Zeiten steigender antimuslimischer Übergriffe. Von Nicole Quint
Latin-Superstar Bad Bunny sprengt den Super Bowl. Mit Spanisch, Puerto Rico und klaren Symbolen. Er nutzt die größte Bühne Amerikas – und macht sichtbar, wer längst dazugehört. Von Nasim Ebert-Nabavi
Über den tödlichen Angriff im Regionalexpress wurde bundesweit berichtet – über den Menschen dahinter deutlich weniger. Erst die Familie liefert öffentlich, was in vielen frühen Meldungen fehlte: Biografie, Abschied in der Moschee, Namen – und ein klares Statement. Von Birol Kocaman
Ein Pass macht noch kein Zuhause: Wer eingebürgert ist, gilt offiziell als „integriert“ – und wird trotzdem weiter geprüft, befragt, auf Abstand gehalten. Wo Zugehörigkeit beginnt – und wo nicht. Von Shaymaa Farhan