Buchenwald
Fußball sollte im KZ den Massenmord verdecken
10.06.2026

In Buchenwald ließen die Nazis Häftlinge Fußball spielen und nutzten den Sportplatz als Kulisse vermeintlicher Normalität. Eine Online-Ausstellung erinnert an jüdische Spieler, verfolgte Profis und die tödliche Realität hinter der Inszenierung. Von Matthias Thüsing
Antisemitismus
Yad Vashem in München: Kritik an Unabhängigkeit
31.05.2026

Yad Vashem will erstmals Außenstellen außerhalb Israels eröffnen: ein Bildungszentrum in München und eine Dependance in Leipzig. Während Politiker die Entscheidung begrüßen, warnen Fachleute vor offenen Fragen zu Unabhängigkeit, Transparenz und geschichtspolitischer Deutung.
Sklaverei
Die USA wollen Gedenken, aber keine Folgen
30.03.2026

Die UN nennt den transatlantischen Sklavenhandel das schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die USA stimmen dagegen – und zeigen damit, wie schnell historische Verantwortung endet, sobald aus Erinnerung politische Folgen werden. Von Dr. Marc Ntouda
Historische Anerkennung
UN verurteilen Sklavenhandel als schwerstes Menschheitsverbrechen
29.03.2026

Der transatlantische Sklavenhandel hat bis heute gravierende Folgen. Die UN-Generalversammlung hat ihn nun als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ eingestuft. Vornehmlich westliche Länder haben dagegen gestimmt oder sich enthalten – darunter Deutschland. Von Helena Kreiensiek
„Gastarbeiter“
Deutsche Botschaft in Rom erinnert an erstes Anwerbeabkommen
08.03.2026

Rund 70 Jahre nachdem Italien und Deutschland das Abkommen über die Anwerbung und Vermittlung von italienischen Arbeitskräften geschlossen haben, erzählen in Rom die Kinder der sogenannten Gastarbeiter von ihren Erfahrungen. Von Almut Siefert
Weltfrauentag
Als Migrantinnen das diskriminierende Lohnsystem stürzten
08.03.2026

Am Weltfrauentag geht es oft um Quoten und Lohnlücken. Fast vergessen ist: Einen entscheidenden Kampf um gleiche Bezahlung in Deutschland führten migrantische Arbeiterinnen am Fließband – gegen ein System, das sie kleinhalten, billig entlohnen und unsichtbar machen wollte. Von Dr. Soraya Moket
Studie
Wie Finanzbehörden Juden, Sinti und Roma ausraubten
05.03.2026

Steuerliche Diskriminierung, hohe Sonderabgaben und andere Repressalien – Juden, Sinti und Roma und andere Minderheiten wurden im Nationalsozialismus auch von Finanzbehörden verfolgt. Die Entrechteten waren Ziel einer regelrechten Ausplünderung.
Der Traum von Persien
Das bittere Ende einer deutschen Auswandererillusion
16.02.2026

Auswandern als Rettung? Vor 100 Jahren setzten viele Deutsche alles auf Persien – und wurden von Versprechen, Vermittlern und Politik im Stich gelassen. Die Sorge vor unkontrollierter deutscher Zuwanderung ging um. Die Geschichte zeigt, wie Migration zum Markt für Hoffnungen wird. Von Prof. Dr. Stefan Piasecki
Späte Klarheit, offene Fragen
Firmengeschichte erforscht: Lufthansa war Teil der NS-Kriegswirtschaft
05.02.2026

Hundert Jahre nach der Gründung spricht Lufthansa offen über ihre Rolle im NS-Staat – von „heimlicher Luftwaffe“ bis Zwangsarbeit. Doch wer erinnert sich wie an die Opfer, und was folgt aus neuen Archivfunden außer einer Jubiläums-Inszenierung?
Schulderklärung
Kirchen nach der NS-Zeit: „Wir klagen uns an“
19.10.2025

80 Jahre ist die Stuttgarter Schulderklärung alt. Protestanten bekannten sich darin zur kirchlichen Mitverantwortung für NS-Verbrechen. Historiker kritisieren „Leerstellen“ in dem Dokument – denn der Massenmord an den Juden wurde verschwiegen. Von Marcus Mockler