Nach Monaten im Versteck gelang Mariam die Evakuierung aus Afghanistan. In Deutschland wollte die afghanische Richterin neu beginnen. Doch für einen Pass soll sie nun ausgerechnet bei einem Vertreter jener Machthaber vorsprechen, vor denen sie floh. Von Gundula Haage
Die „March and March“-Bewegung macht in Südafrika mobil gegen Migrantinnen und Migranten. Zehntausende Menschen sind in ihre afrikanischen Herkunftsländer zurückgekehrt. Doch die Ankunft dort ist nicht leicht. Von Helena Kreiensiek
Seit dem 10. Juli lässt Pakistan afghanische Staatsangehörige ohne Visum festnehmen. Die Zahl der Ausreisen nach Afghanistan hat sich daraufhin mehr als verdoppelt. Hilfsorganisationen warnen vor erzwungenen Rückkehrentscheidungen und wachsender Unsicherheit.
Für seinen Kinderwunsch überwand Jens Spahn Grenzen und nutzte seinen Wohlstand. Eine Leihmutter, die aus wirtschaftlicher Not nach Deutschland käme, würde seine Migrationspolitik an der Grenze zurückweisen. Von Birol Kocaman
Wer Verstöße nur bei politischen Gegnern verurteilt, verliert an Glaubwürdigkeit. Der Geschäftsführer der deutschen Sektion von „Ärzte ohne Grenzen“, Christian Katzer, warnt im Gespräch, dass bewaffnete Gruppen weltweit genau beobachten, welche Verbrechen Konsequenzen haben - und welche stillschweigend hingenommen werden. Welche Rolle spielt Deutschland dabei? Von Moritz Elliesen
Der Mord an Qandeel Baloch machte das Problem international sichtbar. Zehn Jahre später bestehen weiterhin Schlupflöcher für „Ehrenmörder“. Verantwortliche bleiben häufig ohne Strafe. Was Menschenrechtlerinnen verlangen. Von Zia Khan und Mathis Richtmann
Die EU-Mitgliedstaaten sind sich über die Völkerrechtswidrigkeit der israelischen Siedlungspolitik einig. Umstritten bleibt, welche Konsequenzen sie daraus ziehen. Etliche Staaten fordern Sanktionen, Deutschland ist dagegen. Spanien, Frankreich und Schweden sprechen von Doppelmoral. Von Ansgar Haase und Michael Brandt
Die fremdenfeindliche „March and March“-Bewegung fordert Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere auf, Südafrika zu verlassen. Das Ultimatum schürt Angst unter Migranten. Die Bewegung macht sie für Arbeitslosigkeit, Kriminalität und überlastete Dienste verantwortlich.
Die Brexit-Kampagne versprach weniger Migration und mehr Souveränität. Zehn Jahre nach dem Referendum steht Großbritannien vor neuen Fluchtrouten, hohen Zuwanderungszahlen und einem Rechtspopulismus, der aus den ungelösten Folgen weiter politisches Kapital schlägt. Von Christoph Meyer, Patricia Bartos und Jan Mies
In Rom haben Tausende Rechte und Rechtsextreme unter dem Motto „Remigration und Rückeroberung“ demonstriert. Zugleich gründete Roberto Vannacci seine Partei Futuro Nazionale – rechts von Meloni, mit harter Migrationspolitik und nationalistischer Parole.