Schwarze als Hilfsobjekte, Weiße als strahlende Retter in der Not: Gegen dieses Abziehbild formiert sich in Afrika immer mehr Widerstand. Doch finanziell ändert sich noch kaum etwas. Von Marc Engelhardt
Frankreich und Deutschland diskutieren verstärkt über den Umgang mit dem kolonialen Erbe in ethnologischen Sammlungen. Afrikanische Experten machen nun klar, dass es ihnen um weit mehr geht als die Rückgabe geraubter Kulturgüter. Von Claudia Rometsch
Die Stimmung wird besser für Seenotretter. Politiker und Medien überbieten sich gerade damit, Seenotrettung zu adeln. Was sind die Gründe dafür? Was hat sich geändert? Ein Gastbeitrag von Axel Grafmanns, ehemaliger Geschäftsführer von "Sea Watch". Von Axel Grafmanns
Migration aus Afrika und das Bevölkerungswachstum auf dem Kontinenten bereiten Europa Sorgen. Auf ihrer Reise durch Westafrika setzt Merkel sich für eine Stabilisierung der Krisenregion ein - Menschenrechtler meinen, was getan wird, reicht nicht aus.
Einer aktuellen Umfrage zufolge denkt jeder dritte Afrikaner ans Auswandern. Nicht nach Europa, sondern in ein anderes afrikanisches Land. Ausreisewillig sind vor allem Jüngere und höher Gebildete.
Ein Viertel der Mittel für Entwicklungshilfe hat Deutschland 2017 im eigenen Land für Flüchtlinge ausgegeben. Hilfsorganisationen kritisieren die zunehmende Verknüpfung der Entwicklungs- und Afrikapolitik mit der Migrationsabwehr.
Günter Nooke ist Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin. Er benimmt sich wie ein frustrierter Vormund und zählt zu den „alten weißen Männern“, die die Umstände beklagen, die sie selbst begründet haben. Von Sami Omar
Während Industrieländer wie Deutschland eine stark alternde Bevölkerung haben, wächst in Afrika und Asien eine große Jugendgeneration heran. Unicef fordert, die Bildungs- und Jobchancen von jungen Menschen vor allem in diesen Ländern zu stärken.
Am letzten Sonntag war internationaler Tag zum Gedenken an den Holocaust. Laut AfD „die verdammten 12 Jahre“ des tausendjährigen Reiches. Naja, und da war auch noch der Völkermord im heutigen Namibia. Von Sven Bensmann
Anfang des 20. Jahrhunderts hatten deutsche Kolonialtruppen Aufstände in Afrika grausam niedergeschlagen. Historiker sprechen von Völkermord. Bis heute lagern Schädel und Gebeine in anthropologischen Sammlungen in Deutschland. Experten fordern baldige Aufarbeitung.