Union und SPD wollen das Lieferkettengesetz deutlich abschwächen und nur noch sehr große Unternehmen erfassen. Entwicklungs- und Hilfsorganisationen warnen vor einem Rückschritt beim Schutz vor Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Umweltzerstörung. Von Moritz Elliesen
Trotz Fachkräftemangels arbeiten viele Zugewanderte unterhalb ihrer Qualifikation. Laut einer Bertelsmann-Studie verdienen ausländische Beschäftigte im Schnitt 19,6 Prozent weniger – auch wegen Sprachhürden, Bürokratie und Diskriminierung. Von Katrin Nordwald
Seit 2020 haben rund 765.000 Menschen aus Nicht-EU-Ländern eine Aufenthaltserlaubnis zur Arbeits- und Fachkräftezuwanderung erhalten. Die Zahlen steigen seit den Regel-Erleichterungen deutlich. Aus welchen Ländern kommen die meisten?
Berliner Unternehmen lassen in Namibia künftige Industrieelektriker, Verkäufer und Gastronomiefachkräfte ausbilden. Das Projekt „Talentsbridge“ reagiert auf den Fachkräftemangel in Deutschland – und soll auch Namibia entlasten.
Deutschland steigt bei der afrikanischen Versicherungsagentur Atidi ein. Offiziell geht es um Entwicklung und Partnerschaft. Doch der Schritt zeigt auch: Entwicklungspolitik droht zunehmend zur Absicherung deutscher Unternehmen, Lieferketten und Märkte zu werden.
Immer mehr Länder im Globalen Süden zahlen Milliarden an Gläubiger, während Geld für Bildung, Gesundheit und Infrastruktur fehlt. Der Schuldenreport 2026 zeigt: Die Krise ist kein Haushaltsproblem, sondern eine Frage globaler Gerechtigkeit – und Migration.
Frisches Brot, volle Theken, laufende Produktion: In vielen hessischen Bäckereien sichern Beschäftigte mit Migrationserfahrung längst den Alltag. Ohne Beschäftigte aus Syrien, der Ukraine oder Afghanistan gäbe es Brötchenmangel. Von Michael Brandt
Mehr als 75.000 Menschen aus dem Ausland arbeiten inzwischen in Sachsen-Anhalt. Sie stützen Arbeitsmarkt, Sozialkassen und Pflege – während viele das gesellschaftliche Klima zugleich als wenig offen erleben.
Sachsens Betriebe brauchen ausländische Arbeitskräfte immer dringender. Doch während ihr Anteil steigt, zeigt sich bei Löhnen und Niedriglohnquote eine harte Schieflage – besonders bei Beschäftigten aus Polen und Tschechien. Der DGB kritisiert.
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt war im Februar wenig Bewegung. Immer mehr wird aber deutlich: Der Anteil deutscher Arbeitnehmer wird weniger. Gleichzeitig wächst die Beschäftigung von Ausländern – über alle Branchen hinweg. Von Michael Donhauser