Wahlen
Rechtspopulisten rücken ins Europaparlament
Nach einer vorläufigen Wahlprognose, die Donnerstagabend kurz nach Schließung der Wahllokale veröffentlicht wurde, ist die „Partei für die Freiheit“ (PVV) des Rechtspopulisten Gert Wilders zweitstärkst Kraft nach der Christlich Demokratischen Allianz (CDA) von Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende.
Freitag, 05.06.2009, 7:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 14.03.2024, 14:07 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Sie gewann etwa 15 Prozent der Stimmen. Damit bekommt die Partei von Wilders vier der 25 Sitze des Königreichs im Europäischen Parlament. Nach der Wahlprognose des Trinity College in Dublin und der London School of Economics könne Wilders sogar mit 21 Prozent der Stimmen rechnen.
„Mehr Niederlande, weniger Brüssel!“, Türkei „niemals“ in die EU, „korrupte Staaten“ wie Bulgarien und Rumänien raus, lauteten die Slogans der Partei, die sich hauptsächlich als Anti-Islam-Partei versteht. Nach seiner Stimmabgabe hatte Wilders erklärt, die Türkei sollte auch in Millionen Jahren kein Mitglied der EU werden. Neben diesen Themen konzentriert sich die „Freiheitspartei“ auf „die Bekämpfung von Islamisierung und Zuwanderung“ aus muslimischen Ländern.
Währenddessen muss die niederländische Justiz gegen Wilders mit Ermittlungen beginnen. Das entschied am Mittwoch der Hohe Rat, die oberste Rechtsinstanz des Landes. Danach steht der rechtspopulistische Politiker im Verdacht, mit Äußerungen gegen Muslime Hass verbreitet und Bevölkerungsgruppen beleidigt zu haben.
Wir informieren täglich über das Wichtigste zu Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Unterstüzte diese Arbeit und verpasse nichts mehr: Werde jetzt Mitglied.
MiGGLIED WERDEN- Mehr Härte, weniger Freiheit Bundestag beschließt schärfere Asylpolitik
- Julian Seidl im Gespräch Geplante Änderungen für ukrainische Geflüchtete „paradox“
- Berlin-Monitor Jeder Dritte fühlt sich von Muslimen bedroht
- „Missbräuchliche Vaterschaft“ Wenn die Ausländerbehörde entscheidet, wer Vater ist!
- Keine Behörde ohne Rassismus Ataman: Innenminister Dobrindt ignoriert eigene…
- „Massivste Verschärfung seit 1993“ Bundestagsausschuss beschließt Asylreform


Wie heißt es so schön:“Man bekommt das ,was man verdient.“