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Finanzamt im Nationalsozialismus symbolisch generiert durch KI

Antiziganismus

Bund lässt Unrecht an Sinti und Roma nach 1945 aufarbeiten

Die Bundesregierung setzt eine Kommission zur Aufarbeitung des Unrechts an Sinti und Roma nach 1945 ein. Das Gremium soll Diskriminierung und Kriminalisierung in Bundesrepublik und DDR wissenschaftlich dokumentieren.

Dienstag, 07.07.2026, 11:02 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 07.07.2026, 11:02 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Die Bundesregierung hat die Einsetzung einer Kommission zur Aufarbeitung des Unrechts an Sinti und Roma nach 1945 beschlossen. Das Gremium werde sich speziell mit der Geschichte der Volksgruppe in der Bundesrepublik und der DDR nach Kriegsende beschäftigen, teilte die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft am Montag mit. Im Herbst soll die unter dem Dach der Stiftung angesiedelte Kommission demnach ihre Arbeit aufnehmen.

Ein Schwerpunkt soll den Angaben zufolge darauf liegen, bislang ungehörte Perspektiven von Sinti und Roma in die deutsche Erinnerungskultur einzubeziehen. Laut einer Mitteilung des Antiziganismusbeauftragten des Bundes, Michael Brand, wird das Gremium das nach 1945 an der Volksgruppe begangene Unrecht auch wissenschaftlich dokumentieren.

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Diskriminiert und kriminalisiert

Der Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus hatte 2021 offengelegt, wie Sinti und Roma in Deutschland auch nach Kriegsende diskriminiert und kriminalisiert wurden. Schätzungen gehen davon aus, dass die Nationalsozialisten bis zu 500.000 Angehörige der Minderheit ermordeten.

„Die Einsetzung der Kommission ist ein längst überfälliger Schritt für Sinti und Roma und zugleich für unsere gesamte Gesellschaft“, sagte Brand. Dieser sei auch Ergebnis eines jahrzehntelangen Engagements insbesondere des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.

Die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Filiz Polat, begrüßte die Einrichtung der Kommission als wichtig, „um das Unrecht der Nachkriegszeit umfassend aufzuarbeiten, staatlich anzuerkennen und die Perspektiven der Betroffenen sichtbar zu machen“. (epd/mig) Aktuell Panorama

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