
UN-Hilfswerk
Hunderttausende flüchten aus Libanon vor israelischen Angriffen
Mehr als 200.000 Menschen sind vor dem Krieg Israels aus dem Libanon nach Syrien geflüchtet. Die meisten sind Syrerinnen und Syrer, die zuvor in den Libanon geflüchtet waren und jetzt in ihre Heimat zurückkommen.
Dienstag, 31.03.2026, 14:50 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 31.03.2026, 14:50 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Mehr als 200.000 Menschen sind laut UN vor der Gewalt im Libanon nach Syrien geflüchtet. Die meisten von ihnen wollten dem intensiven Bombardement der israelischen Streitkräfte im Krieg gegen die proiranische Miliz Hisbollah im Libanon entkommen, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Dienstag in Genf mit.
Die Menschen seien zwischen Anfang und Ende März über drei reguläre Grenzübergänge nach Syrien gekommen. Nahezu 180.000 der Menschen seien Syrerinnen und Syrer, die zuvor in den Libanon geflüchtet waren. Sie seien nun in ihre Heimat zurückgekehrt.
Erschöpft und traumatisiert
Zudem hätten sich mehr als 28.000 Libanesen nach Syrien begeben. Die Flüchtlinge seien erschöpft, traumatisiert und hätten nur wenige Habseligkeiten bei sich. Zu den dringendsten Bedürfnissen der Menschen, die aus dem Libanon nach Syrien kommen, gehören laut UNHCR Nahrung, Unterkunft, medizinische Versorgung und Unterstützung bei der Beschaffung amtlicher Dokumente.
Die USA und Israel hatten Ende Februar eine massive Militärkampagne gegen den Iran begonnen. Das iranische Regime reagierte mit Angriffen auf US-Einrichtungen und zivile Objekte in mehreren Staaten der Region sowie mit Attacken auf Israel.
Nach Raketen-Angriffen der Hisbollah-Miliz auf Israel weitete sich der Konflikt auf den Libanon aus. Israel nahm die Hisbollah im Libanon unter massiven Beschuss. Zudem leiteten die Israelis eine Bodenoffensive im Libanon ein, wo die Hisbollah ihre Basis haben soll. (epd/mig) Aktuell Ausland
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