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Prüfungsraum - werden bestimmte Herkunftsländer diskriminiert? © pixabay

Bis zu 6.000 Euro

Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests fliegt auf

Die Polizei in Nürnberg hat Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests aufgedeckt. Der Hauptverdächtige soll als Vermittler deutschsprachige Personen in Prüfungen geschickt haben. Sie sollen gegen Geld gefälschte Deutschprüfungen für andere abgelegt haben.

Montag, 09.02.2026, 14:45 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 09.02.2026, 14:46 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Nürnberger Ermittler haben einen Betrug bei Sprachtests für Ausländer aufgedeckt. Zwei mutmaßliche Täter aus Bayern und Nordrhein-Westfalen sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft, wie die Polizei mitteilte. Ermittelt werde in ganz Deutschland.

Mehrere Verdächtige sollen Deutsch- und Einbürgerungstests stellvertretend für Menschen wahrgenommen zu haben, die hierzu selbst nicht in der Lage waren. Im vergangenen Oktober seien Beamte einem sogenannten Vermittler auf die Spur gekommen. Der Mann soll Menschen als Stellvertreter zu Deutschprüfungen geschickt haben – mit gefälschten Dokumenten, sodass die Prüfer den Schwindel nicht durchschauten.

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Mehrere tausend Euro für Dienste

Nach erfolgreichem Test hätten die Teilnehmer ein echtes Zertifikat erhalten, das Behörden für die Ausstellung einer Aufenthaltserlaubnis oder für die Einbürgerung vorgelegt worden sei. Für die Organisation der Prüfung mussten die Auftraggeber laut Polizei zwischen 2.500 und 6.000 Euro zahlen.

Der in Nürnberg ansässige Vermittler der Dienstleistung soll die „Stellvertreter“ hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen rekrutiert haben. Im Januar nahmen Ermittler einen 22-Jähriger während seiner Stellvertreterprüfung im Prüfungsraum fest.

Bei den anschließenden Durchsuchungen in Nürnberg und Hamm wurden zahlreiche Datenträger, gefälschte Aufenthaltstitel und Sprachtests sowie eine große Menge Bargeld und eine geringe Menge Betäubungsmittel gefunden.

Die beiden Verdächtigen sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an. (dpa/mig) Aktuell Panorama

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