Die CDU inszeniert sich als Bollwerk gegen Geflüchtete, treibt den Rechtsruck voran, lässt sich von dubiosen Milliardären einladen und schweigt zu Gaza – ein Kulturkampf nach US-Vorbild. Von Sven Bensmann
Bis zum Schluss wurde mit juristischen Mitteln um die Umbenennung gestritten. Seit dem späten Freitagabend ist klar: Berlin hat künftig eine Anton-Wilhelm-Amo-Straße. Der Name „Mohrenstraße“ ist Geschichte.
Martin Patzelt (CDU) war Bundestagsabgeordneter als 2015 die große Fluchtbewegung Deutschland erreichte. Der frühere Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder) setzte auf pragmatische Ansätze bei der Integration von Geflüchteten. Durchgesetzt haben sich seine Vorschläge nicht. Im Gespräch erklärt er zehn Jahre später, warum er sie nach wie vor für richtig hält. Von Corinna Buschow
Drei Glockenschläge für die Opfer: Solingen gedenkt ein Jahr nach dem Messerangriff auf das Stadtfest der Opfer. In politischen Reden bei der Gedenkfeier geht es auch um die Zukunft der offenen Gesellschaft.
Spielt das Bundesinnenministerium beim Aufnahmeprogramm Afghanistan auf Zeit? Dem Menschenrechtsbeauftragten der Regierung dauern die Verfahren auf jeden Fall viel zu lang. Dobrindt weist Kritik zurück. Derweil verpflichten Gerichte die Bundesregierung zur Visa-Erteilung.
Israel plant eine große Offensive in Gaza – und droht mit Zerstörung der Stadt. Nun wurde in dem Gebiet mit rund einer Million Einwohnern laut UN zudem ein weiteres „Alptraum-Szenario“ Wirklichkeit: Hungersnot. Von Christiane Oelrich und Cindy Riechau
Eine Alltagssituation: Kinder fassen etwas im Geschäft an. In diesem Fall folgt jedoch nicht eine Ermahnung, sondern es kommt zu einem körperlichen Angriff. Das Opfer ist eine Vietnamesin. Augenzeugin ist sich sicher: Das war Rassismus.
Wo kein Wille, da lange Verfahren: Hunderte gefährdete Afghanen warten in Pakistan auf ihre Ausreise nach Deutschland. Laut Gerichtsurteil muss die Bundesregierung tätig werden und Visa erteilen. Doch Innenminister Dobrindt bremst.
Die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe haben es immer öfter mit Menschen mit Migrationserfahrung zu tun – und erwerbstätigen Menschen sowie Familien. Der Verband warnt vor einer Verarmung größerer Bevölkerungsteile.
Kinder aus vielen verschiedenen Ländern können das Schulleben aller bereichern – wenn die Voraussetzungen stimmen. Angesichts jüngster Zahlen aus dem Schulministerium sieht die GEW Handlungsbedarf.