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Schminke (Symbolfoto) © zhugewala von Pexels

Hautpflege

Korean Skincare, Halal-Kosmetik oder Inclusive Beauty

Einwanderung bringt nicht nur andere Sprachen, Kulturen und Küchen nach Deutschland, sondern auch andere Schönheitsbilder. Damit einhergehen auch Veränderungen im Beauty-Bereich.

Dienstag, 23.01.2024, 0:10 Uhr|zuletzt aktualisiert: Freitag, 26.01.2024, 11:04 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |  

Menschen aller Kulturen leben in Deutschland – und damit verwandeln sich die Gewohnheiten und Spezialitäten aus vielen Ländern in einen Teil der hiesigen Kultur und des Alltagslebens. Dass sich die deutsche Küche durch Einwanderinnen und Einwanderer verändert hat, ist wohl kein Geheimnis. Doch auch in anderen Bereichen gibt es deutliche Veränderungen, etwa im Beauty-Bereich. Welche Ansprüche werden zunehmend an die Kosmetik gestellt? Und inwiefern sind Menschen in und aus anderen Ländern diesbezüglich unter anderem im Rahmen der Korean Skincare, Halal-Kosmetik oder Inclusive Beauty bereits zu Trendsetterinnen und Trendsettern geworden? Schauen wir uns diese drei Beispiele jeweils etwas genauer an.

Korean Skincare

Eine gepflegte Haut gilt überall auf der Welt als schön, keine Frage. In Asien, speziell in Japan und Südkorea, hat man aber besonders früh den Mehrwert entdeckt, den die Kombination aus traditionell-gründlicher Pflege und Produktinnovation bietet. In der Konsequenz entstehen viele Kosmetika wie etwa die von Laneige, die die Haut mit einer Vielzahl an pflegenden Stoffen und Feuchtigkeit versorgen. Zusätzlicher Vorteil: Eine helle und gesunde Haut gilt in Ostasien als besonders attraktiv, weshalb ein Sonnenschutz häufig bereits in andere Produkte integriert wird. Gleichzeitig setzen südkoreanische Kosmetik-Marken wie Innisfree häufig auf natürliche Inhaltsstoffe – womit sie in guter Gesellschaft sind, wenn man sich in anderen Teilen der Welt umschaut …

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Und es gibt noch eine weitere schlaue Idee, die hinter der koreanischen Hautpflege steht: Sie ist nicht nur auf die äußere Anwendung beschränkt. Vielmehr sind auch

  • eine gesunde Ernährung,
  • ausreichend Schlaf und
  • genug regelmäßige Bewegung

wichtig, wenn es um eine strahlende Haut geht. Technisch-medizinische Innovationen allein richten es eben doch nicht; eine sinnvolle und hilfreiche Erkenntnis, die in Deutschland dank des K-Beauty-Trends sicherlich noch mehr Beachtung finden dürfte.

Halal-Kosmetik

Die islamische Lebensweise aus dem Nahen Osten ist bekannt für ihre ethischen Prinzipien, ihre spirituellen Werte und ihre gesundheitlichen Vorteile. Halal bedeutet „erlaubt“ oder „rein“ und bezieht sich auf Produkte, die keine verbotenen Substanzen wie Alkohol, Schweinefleisch oder tierische Nebenprodukte enthalten. Dementsprechend setzt Halal-Kosmetik auf natürliche, vegane und tierversuchsfreie Inhaltsstoffe, die Haut und Umwelt gleichermaßen schonen und ohne Mikroplastik auskommen.

Ein Ansatz, der auch in Deutschland als zunehmend interessanter wahrgenommen wird. Denn Bio- und Naturkosmetik wird immer beliebter. Das beweist nicht nur eine Umfrage zum Thema Kosmetik und Körperpflege. In dieser bekräftigten 87 Prozent der deutschen Konsumentinnen und Konsumenten, wie wesentlich es für sie sei, dass sich in der Kosmetik wie der Korean Skincare keine bedenklichen Inhaltsstoffe befinden. Und das erweist sich letztlich nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Natur und die Tiere als hilfreich – insbesondere dann, wenn entsprechende Naturkosmetik-Produkte eindeutig gekennzeichnet und unkompliziert erhältlich sind.

Inclusive Beauty

Schönheit liegt in den Augen der Betrachterin beziehungsweise des Betrachters. Keine Frage, dass dabei unterschiedliche Schönheitsideale zu den verschiedensten Ergebnissen führen. Aber warum sich für eine Variante entscheiden, wenn alle ihre Daseinsberechtigungen haben? Eben. In diesem Zusammenhang kann man in Deutschland von den unterschiedlichen afrikanischen Schönheitsstandards noch eine Menge lernen, wenngleich auch hier Diversität und Inklusivität immer wichtiger werden. Das Ergebnis?

  • Es werden immer mehr Kosmetikprodukte wie für die koreanische Hautpflege entwickelt, die sich für die unterschiedlichen Bedürfnisse verschiedener Haut- und Haartöne beziehungsweise -typen eignen.
  • Außerdem unterstützen immer mehr Menschen Initiativen, die sich für mehr Diversität, Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit in der Mode- und Kosmetikindustrie einsetzen. Stichwort verschiedene Models, die die Gesellschaft vollumfänglich abbilden.

Fazit: Schönheit und Kosmetik erweisen sich nicht mehr nur als Spielfeld verschiedener Trends, sondern können wesentlicher Bestandteil einer sozialen Bewegung sein, die letztlich zu mehr Akzeptanz und (Selbst-) Liebe führen. Und wenn das Ganze dann auch noch mit besseren Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Branchen verbunden ist, umso besser für uns alle! (bg) Panorama

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