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Plakat zur Ausstellung „Rechtsterrorismus“

NSU, Halle, Hanau

Ausstellung über nationalen und internationalen Rechtsterrorismus

NSU, Halle, Hanau oder Christchurch – eine neue Ausstellung zeigt ausgewählte rechtsterroristische Anschläge von 1945 bis heute. Im Fokus stehen die Opferperspektive und der juristische Umgang mit den Verbrechen.

Donnerstag, 27.10.2022, 15:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 27.10.2022, 12:43 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Eine neue Ausstellung zum Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik ist ab diesem Freitag (28. Oktober) im Memorium Nürnberger Prozesse zu sehen. Die Schau „Rechtsterrorismus. Verschwörung und Selbstermächtigung – 1945 bis heute“ veranschauliche Strukturen und Gefahren des Rechtsterrorismus, hebe Kontinuitäten ins Licht und setze Beispiele aus Nürnberg und Umgebung mit nationalen und internationalen Fällen in Beziehung, teilten die Nürnberger Museen mit.

Die Ausstellung zeige auch, dass Rechtsterrorismus keine temporäre und lokale Erscheinung der Gegenwart sei, sondern „ein ständiger Begleiter der deutschen und internationalen Geschichte“. Zur Ausstellung gibt es ein Bildungsprogramm, das zusammen mit der Landeszentrale für Politische Bildung konzipiert wurde.

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Fokus auf Opferperspektive

Ein besonderer Fokus der Ausstellung liege auf der Perspektive der Opfer und Betroffenen von rechtsterroristischer Gewalt. Den Angaben zufolge stellt die Ausstellung zudem die Frage nach dem gesellschaftlichen und juristischen Umgang mit rechtsterroristischen Verbrechen.

Erinnert wird beispielsweise an die Kriegsverbrecherprozesse gegen führende Nationalsozialisten in Nürnberg. Insgesamt wurden 20 Fälle von Rechtsterrorismus ausgewählt, darunter den Anschlag in Halle, die NSU-Morde oder das Attentat im neuseeländischen Christchurch im Jahr 2019.

Eröffnung als Livestream auf YouTube

Die Eröffnung der Ausstellung am Donnerstagabend werde als Livestream auf der Website des Memoriums sowie auf dem YouTube-Kanal der Museen der Stadt Nürnberg übertragen, teilte die Stadt mit. Christina Feist, Überlebende des Anschlags auf die Synagoge in Halle, werde von ihren Erfahrungen berichten. Imanuel Baumann, Leiter des Memoriums Nürnberger Prozesse, werde in die Ausstellung einführen.

Die Ausstellung wird bis zum 1. Oktober 2023 zu sehen sein. Öffnungszeiten sind Montag sowie Mittwoch bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. (epd/mig)

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