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Straßenbahn (Symbolfoto) © Metro Centric @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Polizei ermittelt

Frauen mit Kopftuch an Leipziger Bahnhaltestelle rassistisch beleidigt

Zwei Männer haben in Leipzig Frauen mit Kopftüchern rassistisch beleidigt und angegriffen. Nur mit Hilfe von zwei Passanten konnten die Frauen flüchten. Jetzt ermittelt die Polizei gegen die beiden Angreifer – und gegen einen Helfer.

Montag, 29.08.2022, 17:30 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 29.08.2022, 13:28 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Zwei deutsche Männer haben am vergangenen Freitagabend sechs Frauen, die Kopftücher trugen, an einer Leipziger Straßenbahnhaltestelle rassistisch beleidigt. Wie die Polizei mitteilt, konnten die Frauen dank der Hilfe von zwei herbeigeeilten Männern retten. Sie flüchteten in eine losfahrende Straßenbahn.

Die beiden Angreifer versuchten noch, die Frauen zu verfolgen und warfen noch eine Wasserflasche durch die sich schließenden Türen. Der 34-Jährige, der noch in die Bahn steigen wollte, wurde Polizeiangaben zufolge von einem der zu Hilfe gekommenen Männer am T-Shirt wieder zurückgezogen. Kurz darauf kam der zweite Helfer hinzu und sprühte Reizgas in die Gesichter der beiden Tatverdächtigen. Im Anschluss fuhren die Frauen und die zu Hilfe gekommenen Männer mit der Straßenbahn davon, während die Tatverdächtigen an der Haltestelle zurückblieben.

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Ermittlungen gegen drei Personen

Die alarmierten Polizeibeamten konnten den 22- und 34-Jährigen an ausfindig machen. „Beide wurden in einem Rettungswagen zunächst medizinisch versorgt und danach polizeilichen Maßnahmen unterzogen“, so die Polizei. Dabei habe der 22-Jährige einen der Polizeibeamten beleidigt. Bei diesem habe die Polizei auch eine Ecstasy-Tablette sicherstellt.

Im Anschluss an die polizeiliche Maßnahme seien die beiden Angreifer entlassen worden. „Gegen diese werden nun Ermittlungen wegen Beleidigung geführt. Der 22-Jährige muss sich zusätzlich wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten“, erklärt die Polizei in einer Mitteilung. Wie daraus außerdem hervorgeht, hat die „Ermittlungen wegen des Verdachts einer gefährlichen Körperverletzung gegen den Mann“ aufgenommen, der das Reizgas eingesetzt hat, um den Frauen zu helfen. (mig)

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