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Space-Shuttel beim Start (Archiv) © edangel/123rf.com

Bündnis appelliert an G7

Während Hunger zunimmt, planen Milliardäre Reisen ins All

Während Hunger und Armut zunehmen, planen Milliardäre die nächste Reise ins All. Das darf nicht länger hingenommen werden, fordert ein Bündnis aus Zivilgesellschaft. Sie fordern die G7-Staaten vor deren Gipfeltreffen zum Handeln auf.

Montag, 20.06.2022, 17:29 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 20.06.2022, 17:29 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |  

Ein Bündnis aus mehr als 15 zivilgesellschaftlichen Organisationen ruft die G7-Staaten vor deren Gipfeltreffen zum Handeln auf. Sie müssten die Klimakrise und das Artensterben stoppen und konsequent gegen Hunger, Armut und Ungleichheit in der Welt aktiv werden, erklärte das Bündnis am Montag in München. Außerdem müsse als Konsequenz aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine die Abhängigkeit von Öl, Gas und Kohle beendet werden.

Für ihre Forderungen wollen die Bündnispartner am Samstag in München auf die Straße gehen. Zu der Großdemonstration am Vortag des G7-Gipfels, der am Sonntag auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen startet, erwarten sie Tausende Teilnehmer. Sven Hilbig von der evangelischen Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ sagte, die G7 trügen Mitverantwortung für viele aktuelle Krisen und die fortschreitende Ausbeutung des Globalen Südens. Es brauche eine gerechte Entwicklungspolitik.

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Der Vorsitzende des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland, Olaf Bandt, sagte, dass die G7-Staaten als Verursacher der Klimakrise das Ende der Ära der Fossilen einläuten und den Energieverbrauch drastisch senken müssten. Christine Margraf, Artenschutzexpertin beim Bund Naturschutz in Bayern, forderte ein weltweit verbindliches Abkommen zum Erhalt der biologischen Vielfalt noch in diesem Jahr. Neben der Erderhitzung sei das Artensterben die größte globale Krise des Planeten.

„Schreiende Ungerechtigkeit“

Tobias Hauschild, Leiter Soziale Gerechtigkeit bei Oxfam Deutschland, sprach von einer „schreienden Ungerechtigkeit“: „Während weltweit Ungleichheit und Armut zunehmen, die Klimakrise Existenzgrundlagen vernichtet und Millionen Hunger leiden, planen einige Milliardäre die nächste Reise ins All.“ Das dürfe nicht länger hingenommen werden. Die G7 müssten Reiche mehr besteuern, um Armut und Hunger zu bekämpfen.

Mitglieder des G7-Demo-Bündnisses sind mehrere nationale wie internationale Umweltschutz- und Hilfsorganisationen. Von Sonntag bis Dienstag nächster Woche treffen sich die Staats- und Regierungschefs sich sieben führender Industrienationen (Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, die USA und das Vereinigte Königreich) zu ihrem Gipfel auf Schloss Elmau. Dabei wollen sie über globale Themen beraten, etwa den Ukraine-Krieg, den Klimawandel und weltweite Hungersnöte. (epd/mig)

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