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Studierende an der Hochschule (Archiv) © de.depositphotos.com

Studentenwerk

Soziale Faktoren zentral für den Studienerfolg internationaler Studierender

An deutschen Hochschulen lernen rund 320.000 internationale Studierende. Viele von ihnen sind nach Angaben des Deutschen Studentenwerks betroffen von Finanzierungsschwierigkeiten und Wohnungsnot. Experten fordern politische Lösungen.

Mittwoch, 01.06.2022, 21:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 01.06.2022, 15:29 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Über den Studienerfolg der rund 320.000 internationalen Studierenden in Deutschland entscheiden stark auch soziale Faktoren wie eine gesicherte Studienfinanzierung, psychosoziale Beratung und bezahlbarer Wohnraum. Das betont Matthias Anbuhl, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), am Mittwoch in Berlin zum Auftakt einer Tagung von Hochschulen und Studierendenwerken zur Lage der internationalen Studierenden.

„Die Pandemie wirkt wie ein Brennglas“, erklärt Anbuhl zum Auftakt der Tagung. Internationale Studierende seien in den vergangenen zwei Jahren in besonderem Maß von Finanzierungsschwierigkeiten, und Vereinsamung betroffen gewesen. Die Wohnungsnot sei für sie ein ständiges Problem. An der Tagung nahmen rund 70 Teilnehmer aus den International Offices der Hochschulen und den Studierendenwerken nehmen teil.

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Studentenwerk fordert politische Lösung

Die Schwierigkeiten bei der Studienfinanzierung zeigten sich laut Anbuhl darin, dass die Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für Studierende in pandemiebedingter Notlage überproportional oft von internationalen Studierenden beansprucht wurde. Während ihr Anteil an den Studierenden insgesamt bei etwa 11 Prozent liegt, machten sie bei der Überbrückungshilfe 30 Prozent der Empfänger aus.

Auch litten internationale Studierende in der Pandemie zunehmend unter Vereinsamung; ihre sozial-akademische Integration auf dem Campus war durch die Pandemie-Schutzmaßnahmen deutlich erschwert. Neben der Pandemie fordere nun der Ukraine Krieg die Studierenden sowie die Betreuenden aus Hochschulen und Studierendenwerken. Schwer haben es auch die aus der Ukraine geflohenen Studierenden aus Drittstaaten. Matthias Anbuhl fordert: „Auch für sie muss eine politische Lösung gefunden werden“. (mig)

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