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Studenten im Hörsaal (Symbolfoto) © Westfälische Hochschule

Prognose

Zahl ausländischer Studierender in Deutschland steigt trotz Pandemie

Die Zahl ausländischer Studierender in Deutschland steigt auch während der Pandemie weiter an. Der Akademische Austauschdienst prognostiziert bis zu 350.000 ausländische Studierende an deutschen Hochschulen.

Mittwoch, 22.12.2021, 5:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 21.12.2021, 13:13 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |  

Trotz der andauernden Corona-Pandemie ist die Zahl der aus dem Ausland stammenden Studenten in Deutschland offenbar gestiegen. Wie der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) am Dienstag in Bonn mitteilte, werden laut einer umfragebasierten Prognose im Wintersemester 2021/22 zwischen 330.000 und 350.000 Studierende aus dem Ausland an den deutschen Hochschulen eingeschrieben sein. Das entspräche im Vergleich zum Wintersemester 2020/21 einem Zuwachs von zwei bis acht Prozent.

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Noch deutlicher dürfte der Anstieg den Angaben zufolge bei den Erstsemestern ausfallen. In diesem Bereich sind laut den Berechnungen zwischen 72.000 und 80.000 Studienanfänger aus dem Ausland gemeldet. Das wäre gegenüber dem vergangenen Wintersemester ein Zuwachs von 13 bis 26 Prozent. Im Vorjahr war noch ein Rückgang von 19 Prozent in dieser Gruppe verzeichnet worden.

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„Die Umfrage unter unseren Mitgliedshochschulen lässt uns hoffnungsfroh ins neue Jahr blicken: Trotz der Corona-Pandemie nimmt die Zahl internationaler Studierender in Deutschland weiter zu“, erklärte DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee. Knapp 160 Hochschulen aus ganz Deutschland hatten sich an der Erhebung des DAAD beteiligt, dort sind rund 65 Prozent aller internationalen Studierenden in Deutschland eingeschrieben. Auf Basis der Rückmeldungen hatte der DAAD seine Hochrechnung für alle deutschen Hochschulen erstellt.

Attraktivität Deutschlands

Die Zahlen seien „ein sehr gutes Zeichen für die Attraktivität des Studienstandorts Deutschland“, betonte Mukherjee. „Sie zeigen zudem, dass sich das gemeinsame Engagement von Mitgliedshochschulen und DAAD für die Gewinnung und Betreuung internationaler Studierender gerade auch in der schlimmsten Pandemie seit 100 Jahren auszahlt.“

Trotz der anhaltenden Pandemie zeige die Abfrage zudem eine klare Rückkehr der internationalen Studierenden auf den Campus, hieß es. Rund 80 Prozent der befragten Hochschulen schätzten, dass mindestens drei Viertel der internationalen Studienanfänger inzwischen in Deutschland seien. 63 Prozent gingen sogar von einer Anwesenheit von 90 bis 100 Prozent aus. Nur sieben Prozent der Hochschulen schätzten, dass weniger als die Hälfte ihrer Studierenden aus dem Ausland tatsächlich vor Ort seien. (epd/mig)

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