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Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz

Weltklimarat

Wachsende Gefahren in allen Weltregionen

Der Weltklimarat schlägt Alarm: Die Erderwärmung stellt eine ernsthafte und steigende Bedrohung für das menschliche Wohlergehen und die Gesundheit des gesamten Planeten dar, heißt es in dem neuesten Bericht des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Von Dienstag, 01.03.2022, 5:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 28.02.2022, 16:22 Uhr Lesedauer: 3 Minuten  |  

Biodiversität

Es ist so gut wie sicher, dass der Klimawandel Ökosysteme in den Meeren, auf dem Land, in Flüssen und Seen schon verändert und teilweise vernichtet hat. Zudem haben die steigenden Temperaturen mit hoher Wahrscheinlichkeit ein massenhaftes Sterben bei Pflanzen und Tieren ausgelöst. Mit jedem Zehntel Grad Temperaturanstieg steigt das Risiko für die Spezies und Ökosysteme. Verschärft wird die Gefahr für Flora und Fauna durch Umweltverschmutzung sowie Urbarmachung und Rodungen. Der Klimarat bringt nun den Rückzug der Menschen aus 30 bis 50 Prozent der Erdoberfläche ins Spiel. Dadurch könnten sich die Gebiete regenerieren und besser CO2 absorbieren und speichern.

Städte

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten, die ein Brennpunkt der durch den Klimawandel bedingten Gefahren sind. Die Menschen, die auf engstem Raum zusammenleben müssen, sind besonders von Hitzewellen, Stürmen, Überschwemmungen und dem Anstieg des Meeresspiegels bedroht. Städte können dem Bericht zufolge jedoch auch als Vorreiter im Kampf gegen den Klimawandel agieren. Der Bau klimagerechter Gebäude, die Versorgung der Ortschaften mit erneuerbaren Energien und die Errichtung nachhaltiger Verkehrssysteme tragen zu einer nachhaltigeren Welt bei.

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Europa

Europa muss vermehrt mit Hitzewellen und Trockenheit rechnen. Besonders stark sind davon die südlichen Regionen des Kontinents betroffen. Als größtes Risiko benennt der Weltklimarat eine höhere Sterblichkeit der Europäer bei steigenden Temperaturen. Die Zahl der Todesfälle unter Menschen, die anfällig für Hitzestress sind, könnte mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem Temperaturanstieg um 3 Grad Celsius zwei bis dreimal so hoch sein wie bei einem Temperaturanstieg um 1,5 Grad Celsius. Auch sinkende Ernteerträge, Wasserknappheit, Überschwemmungen und der Anstieg der Meeresspiegel sind drohende Gefahren für Europa. Zudem befürchtet der Weltklimarat eine Ausdehnung der Gebiete mit Brandgefahr.

Afrika

Afrikanische Länder haben vergleichsweise wenig Treibhausgase ausgestoßen, erleben jedoch schon weitverbreitete Schäden durch den Klimawandel. Die Forscherinnen und Forscher erwähnen etwa Verluste in der Artenvielfalt, ein schwächeres Wirtschaftswachstum und Todesfälle, etwa in Folge der Dürren. Drastisch sind die Folgen für die Landwirtschaft: Weitere Erwärmungen werden die Anbauzeiten verkürzen und den Wasserstress erhöhen. Nur wenn es gelingt, den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu beschränken, können weitere massive Einschnitte bei den afrikanischen Ökonomien, Landwirtschaften, Gesundheitssystemen und Ökosystemen verhindert werden.

Asien

Die Wahrscheinlichkeit für weitere Hitzewellen in Asien steigt. In Süd-, Südost-, und Ostasien steigt zudem die Gefahr durch Überschwemmungen. In Gebirgsregionen wie dem Himalaya schmelzen die Gletscher. Das hat Auswirkungen auf die Lebensmittelversorgung: Das Angebot an Essen und Trinkwasser schrumpft, Preise steigen und der Hunger weitet sich aus. Auch beschleunigt der Klimawandel die Ausbreitung von Krankheiten: Durchfallerkrankungen, Dengue-Fieber und Malaria finden in den tropischen und subtropischen Regionen des Kontinents einen immer besseren Nährboden für ihre Ausbreitung.

Amerika

Selbst wenn der Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius beschränkt wird, werden die Menschen in Nordamerika durch die Folgen des Klimawandels bedroht, etwa durch den Anstieg des Meeresspiegels, schwere Stürme und Hurrikane. Auch die Trockenheit wird den Menschen zu schaffen machen. Mittel- und Südamerika sind vom Klimawandel stark betroffen: Waldrodungen und eine hohe Abhängigkeit der Volkswirtschaften vom Abbau der Bodenschätze verschlimmern die Lage. Die soziale Ungleichheit, Armut, Bevölkerungswachstum und die hohe Bevölkerungsdichte behindern die Anpassungsstrategien. (epd/mig)

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