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Stacheldrahtzaun © pixel2013 @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Flüchtlingspolitik

Hilfsorganisationen fordern legale Einreise für Flüchtlinge aus Polen

Menschenrechtsorganisationen fordern von der Bundesregierung einen humanitären Korridor für Flüchtlinge an der polnisch-belarussischen Grenze. Die EU nehme den Tod von Menschen in Kauf.

Dienstag, 09.11.2021, 5:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 08.11.2021, 16:36 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Die Menschenrechtsorganisationen „Seebrücke Deutschland“ und „LeaveNoOneBehind“ machen mit einem Bus voller Hilfsgüter für die Flüchtlinge an der polnisch-belarussischen Grenze auf deren Notlage aufmerksam. Die Lieferung umfasst nach Angaben der Organisatoren vom Montag winterfeste Schuhe, Socken, Stirnlampen und Akkus zum Laden von Handys.

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Die Organisationen forderten die Bundesrepublik vor der Abfahrt des Busses am Montag aus Berlin auf, einen humanitären Korridor für die Flüchtlinge einzurichten und auf ein Ende der Verletzung von deren Menschenrechten durch die polnischen Behörden zu dringen.

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Seit Wochen nehme die Europäische Union an der polnisch-belarussischen Grenze den Tod von Menschen durch Kälte und Hunger in Kauf, sagte Tareq Alaows von der Initiative Seebrücke. Dass die an der Grenze gestrandeten Menschen als „Waffe“ bezeichnet würden, wertete er als Zeichen zunehmender Abschottung in der deutschen Asylpolitik.

„Armutszeugnis“

Das Bundesinnenministerium habe noch keine Antwort auf die Bereitschaft von insgesamt 270 Kommunen zur Aufnahme von Flüchtlingen gegeben, beklagte Livia Pflaum von der Hilfsorganisation. Es sei ein „Armutszeugnis“, dass die Parteien bei ihren Verhandlungen über eine mögliche Ampelkoalition um Ministerposten stritten, anstatt auf die humanitäre Krise an der polnisch-belarussischen Grenze zu reagieren.

Beide Organisationen forderten das Bundesinnenministerium auf, dem Bus zu erlauben, an der Grenze gestrandete Flüchtlinge nach Deutschland zu bringen. (epd/mig)

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