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Computer © JaneMarySnyder @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Corona-Studie

Große Mehrheit für intensivere Betreuung von Schülern

Bei Schulschließungen wegen Corona befürworten große Mehrheiten der Deutschen intensivere Betreuung von Schülern. Bei Kindern mit Migrationshintergrund fällt die Zustimmung noch größer aus. Das geht aus dem ifo Bildungsbarometer 2021 hervor.

Mittwoch, 01.09.2021, 5:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 31.08.2021, 16:07 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |  

Fast drei Viertel der Deutschen (74 Prozent) befürworten bei künftigen möglichen Corona-Schulschließungen einen verpflichtenden Online-Unterricht. Zu diesem Ergebnis kommt das am Dienstag in München vorgestellte ifo-Bildungsbarometer 2021. Die große Zustimmung für verpflichtenden Online-Unterricht sei allerdings nicht gleichbedeutend mit einer Zufriedenheit über die bisherigen Angebote, erläuterte Katharina Werner vom ifo-Institut bei der Vorstellung.

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Weitere Ergebnisse der repräsentativen Befragung von mehr als 4.000 Deutschen im Mai und Juni dieses Jahres sind: 83 Prozent der Befragten sind sehr oder eher für eine intensivere Betreuung von Kindern aus schwierigen sozialen Verhältnissen infolge der durch Corona entstandenen Lerndefizite. Für eine intensivere Betreuung von Kindern mit Migrationshintergrund sprachen sich 71 Prozent der Befragten aus. 81 Prozent befürworten verpflichtende Fortbildungen für Lehrer im Bereich Online-Unterricht. 77 Prozent wollen, dass die Schulen auch nach Corona verpflichtend Computer im Unterricht nutzen.

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Für verpflichtende Ferienkurse aller Schüler in beispielsweise Sommer – oder Herbstferien sprachen sich 45 Prozent aus, freiwillige Kurse befürworteten deutlich mehr Befragte (65 Prozent). Bei Schülern mit Migrationshintergrund war die Zustimmung deutlich größer. Hier sprachen sich 54 Prozent für verpflichtende und 70 Prozent für freiwillige Ferienkurse aus.

Große Zustimmung für digitale Angebote

Ähnlich groß ist die Zustimmung der Erhebung zufolge zu digitalen Lernplattformen (38 Prozent sehr dafür, 36 Prozent eher dafür) sowie zu Online-Sprechstunden zwischen Lehrkräften und Eltern (jeweils 37 Prozent sehr oder eher dafür). Einen Hybridunterricht, also die gleichzeitige Beschulung von Kindern in Präsenz und Online, finden nur 51 Prozent der Befragten sehr gut oder eher gut. Nur 45 Prozent sind zudem sehr oder eher für verpflichtende Nachhilfeangebote während der Schulferien.

In einem weiteren Block wurden die Teilnehmer auch zur Vermittlung demokratischer Kompetenzen befragt. 64 Prozent der Befragten sind laut ifo-Institut bereits im Kindergarten sehr oder eher dafür, im Grundschulalter liegt der Wert bei 76 Prozent, bei Schülern an weiterführenden Schulen sind es 84 Prozent. Große Mehrheiten befürworten länderübergreifende Bildungsstandards und regelmäßige Vergleichstests für gesellschaftliche Kompetenzen, wie die Wissenschaftler erklärten. (epd/mig)

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