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Berlin

Studie über Rassismus und Diskriminierung bei Polizei

Berlin hat eine Rassismus-Studie über die Polizei in Auftrag gegeben. Untersucht werden sollen mögliche rassistische und diskriminierende Mechanismen und Strukturen. Innensenator Geisel zufolge ist die Studie Ausdruck des eigenen Anspruchs.

Montag, 31.05.2021, 5:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 30.05.2021, 16:37 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Die Technische Universität Berlin soll im Auftrag der Senatsinnenverwaltung eine Studie zu möglichem Rassismus und zu Diskriminierung bei der Berliner Polizei erarbeiten. Das Forschungsprojekt soll bis Ende Mai 2022 umgesetzt werden, teilte die Senatsinnenverwaltung am Freitag in Berlin mit. Zudem werde sich das Land an einer Studie der Deutschen Hochschule der Polizei zu Motivation, Einstellung und Gewalt im Alltag von Polizeivollzugsbeamten beteiligen. Diese wurde vom Bundesinnenministerium in Auftrag gegeben.

„Mit der unabhängigen Berliner Polizeistudie gehen wir einen Schritt voraus und ergänzen die Forschungsbemühungen des Bundes mit einer speziellen Berliner Perspektive“, betonte Innensenator Andreas Geisel (SPD). Die Berliner Studie sei Ausdruck des eigenen Anspruchs, gängige Praktiken zu hinterfragen und diese, wenn es nötig sei, anzupassen. „Möglichen Rassismus und Diskriminierung bei der Polizei Berlin zu untersuchen ist möglich, weil wir eine selbstkritische und reflektierte Polizei haben, die sich ihrer Vorbildfunktion bewusst ist“, erklärte Geisel.

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Drei Untersuchungsziele

Den Angaben zufolge hat die Studie drei Untersuchungsziele: Sie soll die Wahrnehmung der Polizei durch von Rassismus und Diskriminierung betroffene Personengruppen analysieren, die Mechanismen im polizeilichen Alltag und Gelegenheitsstrukturen in polizeilichen Prozessen beleuchten sowie die polizeilichen Organisationsstrukturen in den Blick nehmen.

„Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse sollen tragfähige Handlungskonzepte für die Aus- und Fortbildung sowie Modellentwicklungen erarbeitet werden, die es ermöglichen, frühzeitig Formen von Diskriminierungen zu erkennen und transparent zu machen“, heißt es in einer Erklärung des Senats. Die Studie sei Teil des 11-Punkte-Plans zur „internen Vorbeugung und Bekämpfung von möglichen extremistischen Tendenzen aus dem Jahr 2020“. (epd/mig)

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