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Markt in Nigeria (Archiv) © WFP/Arete/Adetona Omokanye

Corona-Pandemie

UN warnen vor Hungerkatastrophe in West- und Zentralafrika

In West- und Zentralafrika sind nach Angaben der Vereinten Nationen 31 Millionen Menschen von Lebensmittelmangel bedroht. Hauptursache seien die Folgen der Corona-Pandemie. Die Weltgemeinschaft müsse schnellstens finanzielle Mittel bereitstellen.

Montag, 19.04.2021, 5:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 18.04.2021, 13:05 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Die Vereinten Nationen befürchten in den nächsten Monaten eine Hungerkatastrophe in West- und Zentralafrika. Mehr als 31 Millionen Menschen seien von Lebensmittelmangel bedroht, warnte der Sprecher des World Food Programme (WFP), Tomson Phiri, am Freitag in Genf. Die Zahl der Hungernden könne somit um rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu steigen.

Schon heute seien zehn Millionen Kinder unter fünf Jahren akut unterernährt, erklärte Phiri weiter. Die Weltgemeinschaft müsse schnellstens finanzielle Mittel bereitstellen, um eine Katastrophe in der Region abzuwenden. Der WFP-Sprecher betonte, dass massiv gestiegene Lebensmittelpreise den Hunger mitverursachten.

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Die Menschen könnten sich den Erwerb von Lebensmitteln nicht mehr leisten. Um die Ausbreitung des Corona-Erregers einzudämmen, hatten viele Länder ihre Grenzen abgeriegelt und Betriebe geschlossen. Dadurch kam es zu einer Verknappung des Lebensmittelangebots.

„Hunger und Verzweiflung“

„Der unaufhaltsame Anstieg der Preise wirkt wie ein Multiplikator des Elends und treibt Millionen Menschen noch tiefer in Hunger und Verzweiflung. Selbst wenn Nahrungsmittel verfügbar sind, können sich die Familien diese einfach nicht leisten – und die steigenden Preise machen eine einfache Mahlzeit für Millionen arme Familien unerschwinglich, die ohnehin schon um ihr Überleben kämpfen mussten“, sagte Chris Nikoi, WFP-Regionaldirektor für Westafrika.

Zudem tobten in vielen der Länder bewaffnete Konflikte, die eine normale wirtschaftliche Entwicklung schwer behinderten, fügte der WFP-Sprecher hinzu. Vom Hunger besonders betroffen seien die Menschen in Sierra Leone, Nigeria, Burkina Faso, Mali, Niger und in der Zentralafrikanischen Republik. Das Welternährungsprogramm gehört zu den Vereinten Nationen und erhielt 2020 für seine Arbeit den Friedensnobelpreis. (epd/mig)

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