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Radikalisierung im Netz

BKA-Chef Münch warnt vor rechten Einzeltätern

BKA-Chef Münch warnt ein Jahr nach Hanau vor weiteren Anschlägen. Man habe es mit Tätern zu tun, die sich im Netz selbst radikalisierten. In Zeiten des Lockdowns kämen mehr Menschen mit rechter Hetze in Berührung.

Donnerstag, 18.02.2021, 5:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 17.02.2021, 15:42 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |  

Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, hat vor weiteren Anschlägen wie vor einem Jahr in Hanau gewarnt. Die Polizei habe es „zunehmend mit allein handelnden Tätern zu tun, die sich selbst radikalisiert haben und zum Teil irrational agieren“, sagte Münch dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“.

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Bei diesem Tätertyp vermischten sich „Motive und Hintergründe, die von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Frauenfeindlichkeit oder Antisemitismus über krude Verschwörungstheorien bis hin zu psychotischen Störungen reichen“, sagte Münch. Sorge bereitet dem BKA-Chef auch der Lockdown, weil noch mehr Menschen im Internet unterwegs seien und „mit Inhalten aus der rechten Meinungsblase“ in Berührung kämen.

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Studie: Digitaler Medienkonsum gestiegen

Einer aktuellen Studie der „Techniker Krankenkasse“ zufolge ist der digitale Medienkonsum bei Erwachsenen seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich gestiegen. 30 Prozent der Befragten gaben an, digitale Kommunikationskanäle privat jetzt häufiger als vor der Pandemie zu nutzen. Drei Viertel der Befragten (76 Prozent) gaben an, in ihrer Freizeit mehrmals täglich oder fast immer online zu sein.

Im hessischen Hanau hatte ein Mann am 19. Februar 2020 aus rassistischen Motiven neun Menschen aus Einwandererfamilien erschossen und anschließend seine Mutter und sich selbst getötet. Der Täter hatte in einem Manifest die Ausrottung ganzer Völker gefordert. (epd/mig)

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