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Die Şehitlik-Moschee in Berlin © onnola @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Spendeneinbruch

Berlin gewährt Religionsgemeinschaften Corona-Hilfen

Berlin will Religionsgemeinschaften in der Corona-Krise finanziell unterstützen. Viele seien durch die coronabedingten Einschränkungen und einem Spendeneinbruch in finanzieller Notlage. Gleichzeitig leisteten sie wertvolle Dienste für die Gesellschaft.

Freitag, 16.10.2020, 5:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 15.10.2020, 16:57 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Der Berliner Senat will in der Corona-Krise auch finanziell notleidende Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften unterstützen. So könnten regelmäßig sozial, integrativ und religionsübergreifend engagierte kleine Gemeinschaften Förderanträge für entstehende Miet-, Mietneben- und Personalkosten sowie für coronabedingte Sachausgaben wie etwa Trennwände stellen, teilte die zuständige Senatskulturverwaltung am Donnerstag in Berlin mit.

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Hintergrund ist der Spendeneinbruch bei vielen Gemeinschaften aufgrund der coronabedingten Einschränkungen für Veranstaltungen. Insbesondere muslimische Religionsgemeinschaften hatten während des Corona-Lockdowns wiederholt darauf hingewiesen, dass viele Moscheegemeinden durch die Schließung der Gebetsräume mit einem Einbruch des Spendenaufkommens zu kämpfen haben.

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Kultursenator: Gemeinschaften wichtig

Ein Förderhöchstbetrag ist den Angaben zufolge nicht festgelegt, vielmehr richte sich die Hilfe „nach dem konkreten finanziellen Ausfall“. Dabei könnten ausschließlich Kosten gefördert werden, die nach dem Datum der Antragstellung und bis Jahresende entstehen. Sie müssen etwa durch einen Finanzplan plausibel gemacht werden. Die Antragsfrist endet am 6. November. Es ist das mittlerweile zweite Corona-Soforthilfe-Programm für kleine Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften in finanzieller Notlage.

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Kultursenator Klaus Lederer (Linke) betonte, die Förderung dieser Gemeinschaften sei besonders wichtig. Sie engagierten sich häufig kaum bemerkt in ihrer Nachbarschaft: „Beispielsweise leisten sie Hausaufgabenhilfe, bieten Sprachkurse an, engagieren sich für Integration, verantworten Bildungsarbeit – gestalten so den Dialog der Religionen.“ Die Gemeinschaften bereicherten durch ihr Engagement die Berliner Gesellschaft, so Lederer. (epd/mig)

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