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Klassenzimmer (Symbolfoto) © Taken @ pixabay.com (Lizenz), bearb. MiG

Flickenteppich

Bundesweit 60.000 Schüler im islamischen Religionsunterricht

Die Zahl der muslimischen Schüler, die am Islam-Unterricht an staatlichen Schulen teilnehmen, ist gestiegen. Dabei gleicht das Angebot in den Bundesländern einem Flickenteppich mit Probe-Modellen.

Freitag, 29.05.2020, 5:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 28.05.2020, 15:36 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Bundesweit nehmen einer Umfrage zufolge knapp 60.000 Schüler am islamischen Religionsunterricht teil. Das seien rund 5.000 mehr als vor zwei Jahren, teilte die Plattform „Mediendienst Integration“ in Berlin unter Berufung auf die Kultusministerien der Länder mit. Der Unterricht werde an mehr als 900 Schulen angeboten, 35 mehr als im Schuljahr 2017/18. Danach bieten neun Bundesländer eine Form von islamischem Religionsunterricht an. In Hamburg und Bremen gebe es einen konfessionsübergreifenden Religionsunterricht. Die fünf ostdeutschen Bundesländer hätten kein Angebot für Muslime.

In Nordrhein-Westfalen nehmen laut Mediendienst bundesweit mit über 20.000 Schülern die meisten Kinder und Jugendlichen am islamischen Religionsunterricht teil. Rheinland-Pfalz und das Saarland erteilten islamischen Religionsunterricht in Modellprojekten. In Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gebe es befristete Übergangsmodelle. Muslimische Partner würden dabei auf unterschiedliche Weise einbezogen.

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Flickenteppich

In Bayern und Schleswig-Holstein gebe es einen „islamkundlichen“ Unterricht in staatlicher Verantwortung, hieß es weiter. Die Religionsgemeinschaften seien daran nicht beteiligt. In Bayern werde er als Modellprojekt erprobt. Hamburg und Bremen biete einen konfessionsübergreifenden Religionsunterricht an. Als erstes Bundesland wolle Hamburg diesen künftig interreligiös – mit Beteiligung verschiedener Religionsgemeinschaften – ausrichten.

In Hessen und Niedersachsen werde islamischer Religionsunterricht in Verantwortung von islamischen Verbänden erteilt. Die Lehrpläne werden dabei von den Religionsgemeinschaften und staatlichen Stellen gemeinsam entwickelt. In Berlin verantworte der islamische Landesverband „Islamische Föderation Berlin“ (IFB) den Religionsunterricht für Muslime. (epd/mig)

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