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Einbürgerungsurkunde © MiGAZIN

Einfacher & schneller

NRW und Bayern entwickeln Online-Verfahren zur Einbürgerung

Zwischen Antragsstellung und Einbürgerung vergehen oft mehrere Jahre. Ein neues Online-Verfahren soll die Einbürgerung bürgerfreundlicher, leichter und schneller machen.

Montag, 11.11.2019, 5:19 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 12.11.2019, 21:48 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Nordrhein-Westfalen und Bayern entwickeln derzeit ein Online-Verfahren, mit dem der Prozess der Einbürgerung vereinfacht werden soll. Durch die Möglichkeit zur digitalen Antragsstellung solle es Menschen mit ausländischem Pass erleichtert werden, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten, teilte das NRW-Integrationsministerium am Freitag in Düsseldorf mit. Das Angebot soll Ende kommenden Jahres online gehen.

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„Einbürgerungen liegen im besonderen Interesse der Landesregierung“, sagte NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP). „Sie krönen erfolgreiche Integration und vermitteln alle Rechte und Pflichten.“ Die Digitalisierung vereinfache das Verfahren deutlich und gestalte es bürgerfreundlicher.

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Der digitale Antrag soll den Antragstellern Hilfestellungen beim Ausfüllen und der Verwaltung Informationen strukturiert für die Prüfung zur Verfügung stellen. Das Angebot beinhaltet den Angaben zufolge zudem auch Beratung in Form von Videoanleitungen sowie einen „Quick-Check“. So könne in einem ersten Schritt von den Interessierten selbst bereits vor Antragstellung ermittelt werden, welche Anforderungen für eine Einbürgerung erfüllt werden oder nicht.

Entbürokratisierung

„Die digitale Antragstellung reduziert den Aufwand für alle Beteiligten erheblich, entbürokratisiert das Verfahren und gibt bürgerfreundliche Hilfestellungen. Eine persönliche Vorsprache, damit sich die Einbürgerungsbehörde unter anderem einen Eindruck von den Sprachkenntnissen verschaffen und das Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung entgegennimmt, bleibt aber notwendig“, heißt es.

Den Angaben zufolge lebten Ende vergangenen Jahres mehr als zehn Millionen Menschen mit ausländischem Pass in Deutschland. Lediglich ein Prozent von ihnen ließ sich in dem Jahr einbürgern. Dabei liegt die Zahl der potenziellen Antragssteller den Angaben zufolge deutlich höher. (epd/mig)

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