Bericht
UN beklagen Bildungsmisere bei Flüchtlingskindern
7,1 Millionen minderjährige Flüchtlinge gibt es UN-Angaben zufolge weltweit. Mehr als die Hälfte von ihnen besucht keine Schule. Grund: fehlendes Geld. Die Vereinten Nationen schlagen Alarm.
Dienstag, 03.09.2019, 5:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 04.09.2019, 17:08 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Die Vereinten Nationen haben einen Bildungsnotstand bei Flüchtlingskindern beklagt. Rund 3,7 Millionen Flüchtlingskinder gingen nicht zur Schule, teilte das Hilfswerk UNHCR am Freitag in Genf mit. Das sei mehr als die Hälfte der insgesamt 7,1 Millionen minderjährigen Flüchtlinge.
Fehlendes Geld sei die Hauptursache für die Misere, erklärte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi. Die Weltgemeinschaft müsse daher mehr Finanzmittel für die Bildung der Mädchen und Jungen bereitstellen. Bildung sei die Voraussetzung, damit die jungen Flüchtlinge in ihren Aufnahmeländern einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beitrag leisten könnten, betonte Grandi.
Den Angaben zufolge besuchen nur 63 Prozent der Flüchtlingskinder im Grundschulalter eine Schule. Zudem erhielten nur knapp ein Viertel der jugendlichen Flüchtlinge eine Ausbildung oder würden weiterführend unterrichtet. Ende 2018 zählte das UNHCR knapp 26 Millionen Flüchtlinge weltweit. (epd/mig)
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