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Eine Schulklasse (Symbolfoto) © vauvau auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Studie

Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss nimmt zu

Der Anteil der Schüler ohne Abschluss ist gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Erhebung hervor. Ursächlich ist das Bildungssystem, das die neu eingewanderten Kinder mangelhaft auffange. Teilweise würden Kinder zu spät eingeschult.

Dienstag, 30.07.2019, 5:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 08.01.2020, 15:42 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Der Anteil der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss ist gestiegen. Bundesweit lag die Quote im Jahr 2017 bei 6,9 Prozent, wie aus einer am Montag veröffentlichten Erhebung des Deutsche Caritasverbandes hervorgeht. Der Anteil war damit einen Prozentpunkt höher als 2015. Bundesweit waren im Jahr 2017 mehr als 52.000 Jugendliche betroffen.

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„Die weiter hohe Zahl junger Menschen, die ohne Abschluss ihre Schullaufbahn beenden, macht uns große Sorgen“, sagte Caritasvorstand Eva M. Welskop-Deffaa. Viele von ihnen begegneten dem katholischen Sozialverband später wieder – etwa in der Allgemeinen Sozialberatung, in der Schwangerenberatung oder aber in der Schuldnerberatung. Fehlende Schul- und Berufsabschlüsse seien oft der Anfang sich potenzierender Nachteile. Eine gute schulische Ausbildung komme gerade in Zeiten der digitalen Transformation eine besonders große Bedeutung zu, sagte Welskop-Deffaa.

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Eine Erklärung für die Zunahme der Zahl gescheiterter Schulabgänger ist der Studie zufolge die Einwanderung. Für viele eingewanderte Jugendliche sei es eine große Herausforderung, innerhalb kurzer Zeit eine neue Sprache zu lernen und einen Schulabschluss zu machen.

Späte Einschulung

Hinzu komme, dass die schulische Vorbildung der jungen Einwanderer sehr unterschiedlich sei. Ein weiteres Hemmnis gerade auch für geflüchtete Kinder und Jugendliche bestehe darin, dass sie während der Unterbringung in einer Erstaufnahmeeinrichtung häufig nicht sofort eine Schule besuchen könnten.

Die Caritas bietet zur Unterstützung von Schülern unter anderem Schulsozialarbeit, Familien- und Elternarbeit, Lernförderung sowie die Begleitung von schulmüden Jugendlichen an. (epd/mig)

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