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Experte

Ostdeutschland braucht Arbeiter von außerhalb der EU

Bis 2030 wir die Zahl der Erwerbsfähigen in ostdeutschen Regionen um ein Drittel zurückgehen. Das prognostiziert das ifo-Institut. Um diese Lücke zu schließen würden Einwanderer aus Nicht-EU-Ländern benötigt.

Montag, 17.06.2019, 5:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 18.06.2019, 17:08 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Vor dem Hintergrund eines steigenden Arbeitskräftemangels braucht Ostdeutschland nach Ansicht des ifo-Institutes mehr Zuwanderer aus Ländern außerhalb der Europäischen Union. „In einzelnen ostdeutschen Regionen wird die Zahl der Erwerbsfähigen bis 2030 um rund ein Drittel zurückgehen“, erklärte der stellvertretende Leiter des Wirtschaftsforschungsinstitutes ifo in Dresden, Joachim Ragnitz, am Donnerstag. Die Lücke könne auch nicht mit Rückwanderern aus Westdeutschland geschlossen werden.

Auch das Potenzial von Arbeitskräften aus anderen EU-Ländern sei beschränkt. „Wenn die Stellen nicht besetzt werden, sind negative Wachstumswirkungen zu erwarten“, schreibt Ragnitz in einem Artikel für die Zeitschrift „ifo Dresden berichtet“ (Ausgabe vom 13. Juni).

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Da das Fachkräfteeinwanderungsgesetz nun verabschiedet ist, seien die rechtlichen Hindernisse für eine gezielte Anwerbung von gut qualifizierten Arbeitskräften aus Nicht-EU-Ländern beseitigt. Nun sei es nötig, aktiv um Zuwanderer zu werben, schreibt Ragnitz.

Unternehmen brauchen staatliche Unterstüztung

Die für Ostdeutschland typischen kleinen und mittleren Unternehmen könnten aber kaum eine eigenständige Suche im Ausland unternehmen. Sie brauchten staatliche Unterstützung, um gezielt Arbeitskräfte anzuwerben, heißt es.

Um die Attraktivität der ostdeutschen Länder für ausländische Arbeitnehmer zu steigern, müssten jedoch die Löhne steigen und die allgemeine Infrastruktur verbessert werden. Wichtig wäre laut Ragnitz auch, die Bereitschaft der Unternehmen zu erhöhen, Fachkräfte aus anderen Ländern zu beschäftigen. Derzeit scheitere dies „oft an Vorbehalten in der ostdeutschen Bevölkerung“. Gelinge das Vorhaben nicht, drohten erhebliche negative wirtschaftliche Auswirkungen. (epd/mig)

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