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Visum © Ken Mayer auf flickr, CC2.0, bearb. MiGAZIN

Aktuelle Zahlen

Weniger Flüchtlinge holen Familienangehörige nach

Die Zahl der Visa zur Familienzusammenführung ist deutlich gesunken. Der erst seit wenigen Monaten mögliche Nachzug zu Flüchtlingen mit nur zeitlich begrenztem Bleiberecht hingegen nimmt Fahrt auf, bleibt aber deutlich unter der Begrenzung.

Montag, 07.01.2019, 5:22 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 08.01.2019, 17:18 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Immer weniger Flüchtlinge holen ihre Angehörigen zur Familienzusammenführung nach Deutschland. Die Zahl der Visa zur Familienzusammenführung aus Hauptherkunftsländern verringerte sich Zahlen aus dem Auswärtigen Amt zufolge 2018 deutlich. Sie nahm in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres von 10.475 über 7.962 auf 6.386 ab.

Hält sich dieser Trend auch im vierten Quartal, hätten Familienangehörige aus Syrien, dem Irak, Afghanistan, dem Iran, Eritrea und dem Jemen im Jahr 2018 insgesamt knapp 30.000 Visa erhalten. 2017 waren es der Statistik zufolge noch mehr als 54.000.

Weniger Visa weltweit

Auch bei den weltweit erteilten Visa für Familienzusammenführungen sind die Zahlen rückläufig. Dort verringerten sich die Zahlen im ersten Quartal von 27.515 über 26.178 auf 25.487 im dritten Quartal. Im Vorjahr waren der Statistik zufolge noch knapp 118.000 Visa bewilligt worden.

Der seit März 2016 ausgesetzte und wieder neu eingeführte Familiennachzug zu Flüchtlingen mit nur zeitlich begrenztem Bleiberecht hingegen nimmt auf niedrigem Niveau zu. Seit August gilt die Neuregelung für Flüchtlinge mit dem untergeordneten Schutz. Sie sieht ein Kontingent von 1.000 Plätzen pro Monat vor.

Im August profitierten davon 42 Familienangehörige, im September 147, im Oktober 499 und im November 874. Die meisten Anträge bearbeiteten die Auslandsvertretungen im libanesischen Beirut, im irakischen Erbil und im türkischen Istanbul. (epd/mig)

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  1. Petra Melchert sagt:

    Mich würde dazu mal interessieren, wie viele Familienangehörige nicht mehr nachgeholt werden konnten, weil sie während des Aussetzens des Familiennachzugs auf der Flucht oder im Heimatland ums Leben gekommen sind.

    Diese Zahl könnte durch eine Betroffenenbefragung sicher erhoben werden. Ich weiß zumindest von ein paar Familien. Und egal wie hoch oder niedrig diese Zahl ist, ich würde dazu gerne ein Statement der Verantwortlichen aus der Politik hören.

  2. Frank sagt:

    Was glauben sie denn aus welchen Ländern die Familienangehörigen hauptsächlich nach Deutschland geholt werden? Aus Kriegsgebieten jedenfalls nicht. Die kommen größtenteils aus der Türkei und aus anderen Ländern in Europa. Da kommt man in der Regel nicht um.