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Neugeborenes Kind (Symbolfoto) © SeppH @ pixabay.com (CC0), bearb. MiG

Vereinte Nationen

Eine Million syrischer Flüchtlings-Babys geboren

Eine Million Babys von syrischen Flüchtlingen haben UN-Angaben zufolge in den Fluchtländern Türkei, Libanon, Jordanien, Ägypten und Irak das Licht der Welt erblickt. Die Zahl der Flüchtlinge aus Syrien liege insgesamt bei knapp sieben Millionen. Größtes Aufnahmeland ist die Türkei.

Donnerstag, 13.12.2018, 5:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 13.12.2018, 18:06 Uhr Lesedauer: 2 Minuten  |   Drucken

Eine Million Babys von Flüchtlingen aus Syrien sind laut den UN in den vergangenen Jahren in der Region zur Welt gekommen. Die Mädchen und Jungen hätten in der Türkei, Libanon, Jordanien, Ägypten und Irak das Licht der Welt erblickt, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Dienstag in Genf mit.

Die Kinder hätten nach ihrer Geburt eine ungewisse Zukunft vor sich, erklärte der Regionale Flüchtlingskoordinator der UN, Amin Awad. Armut und Perspektivlosigkeit seien Wegbegleiter ihrer Familien. Viele Flüchtlingskinder müssten arbeiten, erhielten keine oder nur eine unzureichende Schulbildung und Mädchen seien von früher Heirat betroffen.

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Laut UNHCR sind mehr als 5,6 Millionen Flüchtlinge aller Altergruppen aus dem Bürgerkriegsland Syrien in der Region registriert. Die tatsächliche Zahl der Flüchtlinge aus Syrien dürfte laut den Angaben bei insgesamt knapp sieben Millionen liegen. In den Jahren 2019 und 2020 würden 5,5 Milliarden US-Dollar benötigt, um die Aufnahmeländer zu unterstützen.

Türkei größtes Aufnahmeland

Die Länder seien seit Beginn der Fluchtbewegungen aus Syrien im Jahr 2011 sehr großzügig gewesen. Die Gelder sollen für die Versorgung der Flüchtlinge mit Lebensmitteln, Medizin, Unterkünften und Schulbildung verwendet werden. Größtes Aufnahmeland ist die Türkei mit 3,6 Millionen Menschen aus Syrien. Dahinter folgen der Libanon mit schätzungsweise 1,5 Millionen Geflohenen aus Syrien und Jordanien wo schätzungsweise 1,4 Millionen Menschen aus Syrien Zuflucht fanden.

Innerhalb Syriens sind nach UN-Angaben 13 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter 6,2 Millionen Binnenflüchtlinge. Nach mehr als sieben Jahren Bürgerkrieg zwischen Machthaber Baschar al-Assad und verschiedenen Rebellen- und Terrorgruppen sind viele Teile Syriens verwüstet, die Wirtschaft liegt am Boden. Assad konnte mit Hilfe Russlands und des Irans fast alle Regionen, die von Aufständischen erobert wurden, zurückgewinnen. (epd/mig)

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