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Flüchtlinge in Ungarn (Symbolfoto) © By Photo: Gémes Sándor/SzomSzed [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Positionspapier

Verbände fordern mehr legale Migrationswege

Mehr als 20 Organisationen fordern in einem gemeinsamen Positionspapier die Bundesregierung auf, legale Fluchtwege zu schaffen. Bei Migration dürfe es nicht nur um wirtschaftlichen Interessen der Aufnahmeländer gehen.

Mittwoch, 07.06.2017, 4:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 08.06.2017, 16:38 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Zahlreiche Verbände und Organisationen haben die Bundesregierung aufgefordert, mehr legale Migrationswege zu schaffen. Dabei müssten auch die Interessen der Herkunftsländer sowie die Rechte der Migranten berücksichtigt werden, teilte der Verband entwicklungspolitischer Organisationen (Venro) am Dienstag in Berlin mit. An einem entsprechenden Positionspapier sind über 20 Organisationen beteiligt, die sich mit Migration und Entwicklung befassen.

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Bei regulären Migrationswegen dürfe es nicht nur um die wirtschaftlichen Interessen der Aufnahmeländer gehen, schreiben die Autoren. Auch für Menschen mit geringen Qualifikationen solle es zusätzliche Möglichkeiten zur Einwanderung geben. Gleichzeitig müsse das Recht auf Familiennachzug für Arbeitsmigranten gestärkt werden. Zudem sei es wichtig, Migranten unabhängig von Aufenthaltsstatus und Herkunft, Teilhabe und Mitsprache zu ermöglichen.

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Migration als Instrument des Ausgleichs

Mit Blick auf den Vorsitz Deutschlands beim Globalen Forum für Migration und Entwicklung (GFMD) Ende Juni fordern die Organisationen die Bundesregierung außerdem auf, die positiven Wirkungen der Migration auf Herkunfts- und Zielländer stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Migration sei etwa ein wichtiges Instrument des internationalen sozialen Ausgleichs. Gleichzeitig müsse die Regierung ein deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen.

Das Positionspapier soll am Mittwoch mit Vertretern der Bundesregierung diskutiert werden. Beim Globalen Migrationsforum in Berlin diskutieren die Mitglieder der Vereinten Nationen vier Tage lang alle Fragen der Migration. Die Zivilgesellschaft kann Vorschläge formulieren. (epd/mig)

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