Muttersprache
Bundesregierung will mehr Polnisch-Unterricht an Schulen
Die Bundesregierung will den herkunftssprachlichen Polnisch-Unterricht aufwerten. Mehrsprachigkeit fördert die Integration, heißt es in einer Mitteilung des Auswärtigen Amts. Zuvor soll der Bedarf ermittelt werden.
Mittwoch, 07.06.2017, 4:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 08.06.2017, 16:38 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Polnisch-Unterricht für in Deutschland lebende Polen soll ausgebaut werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Koordinator der Regierungsbeauftragte für die deutsch-polnische Zusammenarbeit, Dietmar Woidke, warben dafür in der Ministerpräsidentenkonferenz vergangener Woche.
Zuvor soll die Kultusministerkonferenz der Länder jedoch den Bedarf prüfen und ermitteln, wie für vorhandene Bildungsangebote stärker geworben werden kann. „Bisher ist die Nachfrage nach herkunftssprachlichem Unterricht relativ gering. Dies kann daran liegen, dass bestehende Unterrichtsangebote potentiellen Interessenten nicht bekannt sind. Das Angebot in den einzelnen Bundesländern ist dabei sehr unterschiedlich“, heißt es in einer Mitteilung des Auswärtigen Amts.
Systematische Erfassung bei der Einschulung
Woidke kündigte an, dass Brandenburg eigene konkrete Maßnahmen ergreifen wird, um den herkunftssprachlichen Polnisch-Unterricht auszubauen. So gibt es bereits jetzt ein Anrecht auf diesen Unterricht. Er wird derzeit von 167 Schülern wahrgenommen. Künftig soll die Nachfrage systematisch bei der Einschulung und dem Übergang in die weiterführende Schule abgefragt und erfasst werden. Die Abfragen sollen zum Schuljahr 2018/2019 starten.
„Wir wollen herkunftssprachlichen Unterricht aufwerten und reagieren damit auch auf den zunehmenden, begrüßenswerten Zuzug von Polen nach Brandenburg. Mehrsprachigkeit fördert die Integration und nützt damit allen“, so Woidke. (epd/mig) Aktuell Politik
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