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Euro © Alf Melin @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
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Entwicklungsministerium

Geld aus Diaspora soll afrikanische Wirtschaft stärken

Rund 1,2 Milliarden Euro überweisen Afrikaner in Deutschland jährlich in ihre Heimatländer und tragen mit dazu bei, dass die Wirtschaft gestärkt wird. Darauf will das Bundesentwicklungsministerium in Zukunft bauen und Investitionsmodelle entwickeln.

Donnerstag, 18.05.2017, 4:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 21.05.2017, 23:23 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Bei der Entwicklungshilfe für Afrika setzt die Bundesregierung auch auf die Geldüberweisungen von Migranten in ihre Heimatländer. Afrikaner, die in Deutschland leben, sollten dabei unterstützt werden, Start-Ups in ihren Herkunftsstaaten aufzubauen, kündigte das Bundesentwicklungsministerium an. Das Ministerium wolle Expertise zur Verfügung stellen und Investitionsmodelle entwickeln, um vor Ort Arbeitsplätze zu schaffen.

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„Wir brauchen mehr organisierte Projekte mit der Diaspora“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Entwicklungsministerium, Thomas Silberhorn (CSU). Laut Ministerium überweisen afrikanische Migranten in Deutschland jedes Jahr rund 1,2 Milliarden Euro in ihre Heimatländer. Dieser Betrag ist kaum niedriger als die Mittel der Bundesregierung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr für die Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika.

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Bereitschaft zur Investition hoch

Die Bereitschaft von Migranten in Kleinunternehmen zu investieren, sei hoch, betonte die Vorsitzende des Bundesnetzwerkes „The African Network of Germany“, Sylvie Nantcha. Wie aus einer Studie der Organisation hervorgeht, kennen 99 Prozent der Befragten Nachbarn, Freunde oder Familienmitglieder, die ein Unternehmen etwa in der Landwirtschaft oder im Handwerk gründen wollen. 97 Prozent seien in der Lage, die Gründung von mehreren Kleinunternehmen in ihren Heimatländern zu unterstützen.

Neben dem Geld brauche es aber ein Programm der Bundesregierung, das Rahmenbedingungen für die nachhaltige Gründung von Start-ups biete, forderte Nantcha. Für die Studie wurden insgesamt 961 Menschen aus 38 Ländern befragt. Zu den häufigsten Heimatländern der Teilnehmer gehörten Kamerun, Nigeria, Elfenbeinküste, Ghana und Niger. (epd/mig)

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