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Statistisches Bundesamt

Mehr Ausländer auf Grundsicherung angewiesen

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung ist leicht gesunken, demgegenüber ist die Zahl ausländischer Empfänger gestiegen. Besonders ältere Ausländer müssen überdurchschnittlich häufig Hilfe beziehen.

Donnerstag, 13.04.2017, 4:24 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 18.04.2017, 17:44 Uhr Lesedauer: 1 Minuten  |   Drucken

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung ist leicht gesunken. Im Dezember 2016 erhielten in Deutschland rund 1.026.000 Personen ab dem Alter von 18 Jahren Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das waren 1,2 Prozent weniger Hilfebezieher als im Dezember 2015. Damals lag deren Zahl bei 1.038.000.

Wie auf Nachfrage des MiGAZIN mitgeteilt wurde, ist im selben Vergleichszeitraum die Zahl von ausländischen Empfängern von Grundsicherung um rund 8.000 auf 179.000 gestiegen. Das ist ein Anstieg um 4,8 Prozent.

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Empfängerzahl steigt kontinuierlich

Seit Einführung der Leistung 2003 ist die Zahl der Leistungsberechtigten nahezu kontinuierlich von rund 440.000 auf etwas mehr als eine Millionen Personen gestiegen. Die Grundsicherung soll insbesondere denjenigen eine sichere Lebensgrundlage verschaffen, die wegen Langzeitarbeitslosigkeit, Niedriglöhnen oder einer dauerhaften Erwerbsminderung von Armut betroffen sind.

Im Dezember 2016 hatten rund 526.000 Empfänger (51,2 Prozent) von Grundsicherung die Altersgrenze von mindestens 65 Jahren erreicht oder überschritten und erhielten Grundsicherung im Alter. Rund 500.000 Bezieher (48,8 Prozent) waren im Alter von 18 Jahren bis unter die Altersgrenze. Sie erhielten diese Leistungen aufgrund einer dauerhaft vollen Erwerbsminderung.

Ausländer im Alter häufig betroffen

Bei ausländischen Hilfebeziehern waren knapp 49.000 oder 25,3 Prozent zwischen 18 und 64 Jahre alt. Mindestens 65 Jahre und älter waren 130.000 beziehungsweise 72,7 Prozent. Studien zeigen, dass Ausländer aufgrund prekärer Beschäftigungsverhältnisse im Alter häufiger auf Grundsicherung angewiesen sind als der bundesdeutsche Durchschnitt. (epd/mig)

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